Vereine in
Gristede:
Eine Auswahl
Die Vereine
sind in Gristede wesentliche Träger des gesellschaftlichen Lebens. Eine Auswahl: DerSchützen- und Heimatverein
ist der älteste Verein im Ort: Er wurde im Jahr 1912 gegründet. In den Jahren 2004/2005 wurde der vereinseigene Schießstand moderneren Anforderungen angepaßt. 256 Mitglieder hat der Verein, nach Angaben des 1. Vorsitzenden Dieter Warntjen zählen seine Schützen je 30 aktive Frauen und Männer und – darüber freut sich der Vorsitzende besonders – 20 aktive Jugendliche. Dem Schützen- und Heimatverein angegliedert ist derOrtsausschuss,
der quasi die Aufgaben eines Ortsbürgervereins übernimmt.Der„Spiel- und Sportverein
(SSV) hat 600 Mitglieder. Er wurde 1974 gegründet. Die größte Veranstaltung ist der Volkslauf am 1. Mai, für den Teilnehmer sogar aus den Niederlanden anreisen, wie 1. Vorsitzender Andreas Stachowiak berichtet. Fußball, Aikido, Tischtennis, das sind die großen Abteilungen des Vereins, der seit 1993 auch über eine Turnhalle verfügt. Stachowiak würde sich wünschen, dass Neubürger ihre Berührungsängste abbauen – besonders, wenn sie einen Übungsleiterschein haben . . .DieFreiwillige Feuerwehr
wurde 1933 gegründet und zählt 38 Aktive, 13 Alterskameraden und 21 passive Mitglieder. Sie verfügt über ein Löschfahrzeug. Das Durchschnittsalter der Gristeder Wehr beträgt lediglich 35 Jahre, freut sich Ortsbrandmeister Werner Bunjes, der sich für die Zukunft eine ähnlich aktive Nachwuchsarbeit wünscht.Gristeder nehmen die Dinge gern selbst in die Hand. 50 Unternehmen haben sich angesiedelt.
Von Claus Stölting
GRISTEDE - „Wir waren schon überrascht, wie viele Firmen heute bei uns ansässig sind“, sagt der Vorsitzende des Ortsausschusses in Gristede, Arnd Eyting. Er hat es mal zusammengetragen: 50 Unternehmen aller Größenordnungen – vom Logistik-Zentrum der in Bad Zwischenahn ansässigen Firma Bruns Baumschulen bis hin zu Maler-, Tischlerei- und Elektrobetrieben – haben sich im Dorf angesiedelt und finden sich zum Teil, noch ohne komplette Anschriften und eventuelle Links, auch im Internet unter www.gristede.de.Gristede liegt in der Ammerländer Parklandschaft zwischen Wiefelstede und Bad Zwischenahn, zwischen dem „Park der Gärten“ in Rostrup und dem Oberzentrum Oldenburg, das durch die Autobahn 28 schnell und bequem zu erreichen ist. Auch die Kreisstadt Westerstede liegt durch den direkten Autobahnzugang nur einen Katzensprung entfernt. Bekannt ist das 1243 erstmals urkundliche erwähnte Dorf über das Kreisgebiet hinaus vor allem durch den Rhododendren-Park der Firma Bruns Baumschulen, der in den Monaten Mai/Juni während der Rhododendren-Blüte überaus beliebtes Ausflugsziel ist. Der Hofladen des Eytjehofes und das Gut Horn, das seit kurzem in neuen Händen ist, tragen ebenfalls zur Bekanntheit Gristedes weit über die Kreisgrenzen hinaus bei.
Den Charakter des heute 748 Bürger zählenden Dorfes wollen die Gristeder nicht durch etwaige Ansiedlungen von Großunternehmen an der Autobahn gefährdet wissen. Sie setzen auf eine sanfte Entwicklung bei der Gewerbeansiedlung – und hoffen darauf, dass die im Ort geschaffenen Arbeitsplätze auch durch die Bereitstellung von Gewerbeflächen für die vorhandenen Unternehmen erhalten werden können. Eyting: „Da ist der eine oder andere Betrieb im Ort doch etwas beengt untergebracht“.
Überhaupt nehmen die Gristeder die Dinge gern selbst in die Hand. Das zeigte sich zuletzt beim Verkehrskreisel, der Ende 2005 fertiggestellt wurde und der die Unfallsituation am Knotenpunkt Landesstraße 825/Kreisstraße 346 wesentlich entschärft hat. Eyting: „Nicht nur der Ankauf der Grundstücke war unproblematisch. Die Pflege des Kreisels hat mit dem „Ziegenstammtisch“ ebenfalls ein Teil der Bevölkerung übernommen“. Als es zudem darum ging, im Siedlungsbereich des Dorfes eine „Tempo-30-Zone“ einzurichten, verlegten Dorfbewohner im Jahr 2004 Spurwegplatten auf einer Länge von 250 Metern, um einen Fußweg für die Schulkinder zur Bushaltestelle zu schaffen – Voraussetzung für die Genehmigung der „Tempo-30-Zone“.
Stolz ist man in Gristede auch auf das Mehrzweckhaus, das Sporthalle, Kindergarten und Ortsfeuerwehr beim Sportplatz quasi unter einem Dach vereint. Im gesellschaftlichen Leben sind die Gaststätten „Schützenhof Gristede“ und „Alter Dorfkrug Kuck sin Died“ wichtige Säulen auch für das Vereinsleben.
Ein gutes Wander- und Radwegenetz und die naturnahe Lage des Dorfes haben auch zu einem breiten Angebot an Ferienwohnungen geführt. Und zurzeit – so Eyting – gibt es eine Diskussion darüber, ein Reitwegenetz zu schaffen.
Gristede ist übrigens für das Dorferneuerungsprogramm angemeldet. Sollte es den Zuschlag bekommen, dann soll der Tourismus in Gristede weiter entwickelt werden, sagt der Ortsausschuss-Vorsitzende.
Zweimal hat sich Gristede mittlerweile am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (früher: „Unser Dorf soll schöner werden“) beteiligt. Zweimal kam Gristede bei 40 teilnehmenden Dörfern im Ammerland unter die ersten sieben. Seitens des Landkreises hieß es bereits nach der ersten Teilnahme im Jahr 2002 in der Bewertung: „Es stellt sich schon die Frage, warum Gristede nicht schon eher am Dorfwettbewerb teilgenommen hat“. Im Jahr 2008 – so Arnd Eyting – wollen sich die Gristeder der Konkurrenz wieder stellen.
