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Kooperation Sich gegenseitig schätzen lernen

Melanie Jepsen

Neuland - Voneinander lernen und das Verständnis füreinander fördern. Dieser Idee hatten sich der Kindergarten St. Anna in Barßel-Neuland und die Pflegeeinrichtung St. Elisabeth der Caritas Barßel-Saterland im Mai 2011 verschrieben. Unter dem Motto „Alt und Jung gehören doch zusammen“ starteten sie ein gemeinsames generationenübergreifendes Projekt (die NWZ  berichtete). Regelmäßig sollten die Kinder die Barßeler Pflegeeinrichtung besuchen, um dort mit den Senioren Zeit zu verbringen.

Fest etabliert

Das Konzept habe sich mittlerweile fest etabliert, sagt Kindergartenleiterin Gertrud Lüken auf Nachfrage der NWZ . Eine Hemmschwelle habe es von Anfang an nicht gegeben. „Die Kinder fragen jedes Mal, wann wir wieder hingehen“, erzählt sie. Alle 14 Tage besucht eine Gruppe von Kindern im letzten Kindergartenjahr die Barßeler Pflegeeinrichtung. Im Gegenzug kommen die Senioren, die noch mobil genug sind, zum gemeinsamen Frühstück oder zu Festen in den Kindergarten.

Frauen würden heutzutage immer früher zu Großmüttern, sagt Gertrud Lüken. Daher hätten viele der Mädchen und Jungen keine „ganz alten“ Großeltern. Genau hier setze das Projekt an, meint die Leiterin. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeitern Marianne Sybrandts betreut sie das Projekt.

Durch gemeinsame Aktivitäten wie Basteln, Kochen oder Singen wachse das Verständnis für die Bedürfnisse der jeweiligen Generation. „Die Kinder lernen, alten Menschen respektvoll zu begegnen.“ Somit würden die Kinder im Alltag Berührungsängste verlieren.

Kindliche Neugier

Oft entstehen dabei Gespräche, in den die Senioren aus ihrer eigenen Kindheit erzählen. Pro Besuch verbringen die Kinder und Erzieherinnen eine Stunde lang mit den Senioren, sagt Gertrud Lüken. Ein Rundgang durch die Einrichtung gehöre dazu. „Hier lernen die Kinder das Haus näher kennen.“

Das Projekt werde seitens der Senioren „sehr gut aufgenommen“, sagt Magnus Friedek, Pflegedienstleiter der Caritas-Pflegeeinrichtung. Ein Kreis von zehn bis zwölf Bewohnern nehme an den vierzehntägigen Aktivitäten teil. Die kindliche Neugier und die Lebenslust tue den Senioren gut, sagt Friedek.


Kinder und Senioren gleichermaßen würden durch die gemeinsamen Aktivitäten lernen, sich gegenseitig zu schätzen und aufeinander einzugehen.

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