Washington - Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder ruft Ikea in den USA und Kanada rund 36 Millionen Kommoden zurück. Im Februar sei ein 22 Monate alter Junge im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen, weil eine Malm-Kommode auf ihn gefallen war, hieß es in einer Mitteilung der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC. 2014 gab es zwei Todesfälle in den Bundesstaaten Pennsylvania und Washington. Die anderen drei Fälle liegen nach Angaben der Behörde länger zurück.
Der Rückruf geht auf einen freiwilligen Sicherheitsstandard der US-Industrie für freistehende Kleiderschränke zurück. Ikea habe den Standard nicht angenommen, „weil Ikea-Kommoden an der Wand befestigt werden sollen“, erklärte eine Unternehmenssprecherin. In Europa erfüllten die Kommoden alle Sicherheitsbestimmungen.
Auch Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen bestätigt: Wenn der Hinweis zur Montage an der Wand deutlich genug sei, könne man dem Hersteller zumindest nach deutschem Recht keine Vorwürfe machen.
