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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Sie bauen auf stabile Rohre

18.09.2014

Sande Alles muss millimetergenau passen. Der Leiter des PPS-Büros Sande/Wilhelmshaven, Guido Wollenhaupt (46), schaut seinen Mitarbeitern beim Verschweißen einiger Rohrformteile über die Schulter. Mit Wasserwaage und gutem Auge wird ein Stutzen justiert. Dann fängt der Schweißer an zu arbeiten. Punkt für Punkt – bis der Stutzen auf dem Formteil sitzt.

„Wir leben von Sicherheit, Pünktlichkeit und Präzision“, sagt Wollenhaupt. Die PPS Pipeline Systems Winter Rohrbau ist seit Jahrzehnten erfolgreich im nationalen und internationalen Rohr- und Anlagenbau, sowie im Bau von Pipelines für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie tätig. 1954 wurde der Hauptsitz in Quakenbrück (Landkreis Osnabrück) gegründet, seit 1958 ist das Unternehmen in der Region Wilhelmshaven aktiv – seit 1989 auch mit einem eigenen Büro vor Ort. In Sande hat PPS seit 1994 ein Büro – damals noch an der Deichstraße, ehe man 2004 aus Platzgründen in die Bahnhofstraße umgezogen ist. 70 Mitarbeiter sind in Sande zurzeit beschäftigt, zur Unterbringung des Stahls und zur Fertigung der Rohrsysteme stehen drei Hallen mit einer Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmetern zur Verfügung. Das Firmengelände misst knapp 25 000 Quadratmeter. Auch im europäischen Ausland ist PPS mit Büros ansässig, zum Beispiel in Rumänien, Großbritannien und Italien.

Die Aufträge sind vielseitig. „Für einen Kunden in Portugal führen wir aktuell Rohrbauarbeiten zum Anschluss einer Kaverne für die Untertagespeicherung von Erdgas durch“, erklärt Wollenhaupt. Je nach Standort setzt das Unternehmen andere Schwerpunkte. „In Süddeutschland ist die PPS auch im Bereich der Fernwärmeversorgung tätig. Der Schwerpunkt im Norden liegt eher auf dem normalen Rohrleitungs- und Anlagenbau“, erklärt Wollenhaupt. Zu den Kunden in dieser Region zählen unter anderem Northwest Oil & Gas (NWO), die IVG in Etzel, die Nord-West Kavernengesellschaft mbH (NWKG) in Wilhelmshaven und die Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft (WRG). Auch in Süddeutschland ist PPS aktiv – für einen Gasversorger in Baden Württemberg etwa wurde eine Gasdruckregel- und Messanlage installiert.

Um den Kundenansprüchen gerecht zu werden, verfolgt die PPS eine klare Firmenphilosophie: „Wir versuchen möglichst viele aufwendige Arbeiten in unseren Fertigungshallen zu erledigen, gerade was das Schweißen betrifft. Wir halten uns exakt an die Vorgaben des Kunden und wenn er besondere Qualitäts- und Sicherheitsstandards wünscht, erfüllen wir diese“, sagt Wollenhaupt. Die Rohre und Formteile aus Stahl werden angeliefert und anschließend schweißtechnisch verbunden. „Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Schweißprozessen, in Abhängigkeit von Prozessen und Materialien sind diese Arbeiten sehr aufwendig“, sagt Wollenhaupt.

Alle Nennweiten (Durchmesser) und Betriebsdruck-Anforderungen können verarbeitet werden. Vor der Inbetriebnahme durchlaufen die Rohrsysteme sowohl eine Festigkeitsprüfung als auch zerstörungsfreie Prüfungen. „Wichtig ist, dass die Rohrleitungen dem Druck, der im Betrieb auf ihnen ruht, standhalten. Wir prüfen daher vor der Installation immer mit 150 Prozent der Auslegungsparameter, sprich, wenn der maximal zulässige Betriebsdruck 100 Bar ist, testen wir mit einem Druck von 150 Bar“, sagt Wollenhaupt. Zusätzlich werden die Schweißnähte geröntgt, um sicherzugehen, dass keine undichten Stellen oder Risse vorhanden sind.

Für den Transport zum Kunden sind Speditionen zuständig, die Installation der Anlagen nehmen PPS-Mitarbeiter vor. Je mehr vorgefertigte Bauteile dann vorliegen, desto schneller geht die Installation beim Kunden.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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