Oldenburg - Für viele Menschen ist der Bau eines Eigenheims eine Lebensleistung. Daraus ergeben sich Fragen und Gesprächsthemen. Die Interessen der Eigenheimbesitzer bündelt der Verband Wohneigentum (vormals Deutscher Siedlerbund), dessen Ortsgruppe Oldenburg-Ammerland in diesen Tagen auf ihre Gründung vor 80 Jahren zurückblickt.

Bei einem Familientag erinnerte Vorsitzender Siegfried Schliedermann an die Anfänge 1935, als acht Siedlergemeinschaften den Grundstock für eine Kreisgruppe bildeten. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei die Zahl der Siedlergemeinschaften stetig angestiegen – auf 47 im Jahr 1963 mit rund 2200 Mitgliedsfamilien. Heute seien es 19 Gemeinschaften mit 1200 Mitgliedern. Fast immer sei Ursache für Auflösung oder Verschmelzung von Gruppen, dass kein neuer Vorstand gebildet werden konnte.

Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler dankte den organisierten Eigenheimbesitzern für das Engagement bei der Mitgestaltung des Gemeinwesens. Der Geschäftsführer der GSG, Stefan Könner, erinnerte an die Anfangsjahre der Bundesrepublik, wo „das Grundbedürfnis Wohnen in einem oldenburger Weg“ zu vielfachem Wohneigentum geführt habe. Mit der Lebensleistung Eigenheimbau vieler Oldenburger habe Oldenburg mehr sozialen Frieden als vergleichbare Städte erlangt.