Südmoslesfehn - Kontrovers diskutiert wurde in der Sitzung des Ausschusses Planung und Entwicklung am Donnerstag die städtebauliche Entwicklung in Südmoslesfehn. So sind im Bereich der Diedrich-Dannemann-Straße/Korsorsstraße Änderungen vorgesehen, um den bestehenden Siedlungscharakter zu erhalten.

Dazu stellte Franziska Lüders vom Plankontor Städtebau eine städtebauliche Untersuchung zu den Bebauungsplänen Nr. 32 bis 34 südlich der Diedrich-Dannemann-Straße vor, in die auch der Ortsverein eng mit einbezogen wurde. So soll das typische Orts- und Landschaftsbild einer Fehnsiedlung geschützt werden. Dabei gelte es, zwischen der Bebauung den Blick in die freie Landschaft entlang der ursprünglich langen schmalen Flurstücke zu ermöglichen. Gleichzeitig soll eine Nachverdichtung durch Bebauung in zweiter Reihe ermöglicht werden.

Folgende Planungsvorschläge wurden unter anderem gemacht: Bei der Bebauung in zweiter Reihe ist eine Baugrundstücksgröße unter 600 Quadratmetern erforderlich. Ansonsten wurden keine Mindestgrundstücksgrößen festgesetzt.

Dabei sollten die Baufenster so verlängert werden, dass eine Zweite-Reihe-Bebauung möglich ist. Auch sollten möglichst breite seitliche Grenzbereiche entstehen, die nicht mit Garagen oder Nebengebäuden bebaut werden dürfen. Zur Erhaltung des Straßenbildes werden rot/braune Ziegelaußenwände und eine giebelständige Bebauung vorgeschlagen. Die Höhe der Einfriedungen durch Hecken und Bäume sollte entlang der Straßen auf circa 1,40 Meter beschränkt werden. Zur Vereinfachung und Erleichterung von Bautätigkeit wurde vorgeschlagen, in zweiter Reihe eine prozentual höhere Bebauung der Grundstücke zu erlauben (zurzeit sind es 10 Prozent).

„Eine Zweigeschossigkeit schadet der Ortsentwicklung nicht“, sagte Lüders vom Plankontor Städtebau . Durch vorhandene Grünflächen sei die Gefahr einer zu dichten Bebauung entschärft. SPD-Ratsherr Detlev Sonnenberg wandte ein, dass eine Zweigeschossigkeit optisch leicht als Dreigeschossigkeit angesehen werden könnte.


Armin Köpke von der CDU brachte dem entgegen, dass es nach wie vor einen großen Bedarf an kleinen Wohnungen gebe und auch die Bürger eine Zweigeschossigkeit befürworten.

Zudem wurde dem Wunsch nach Sichtachsen entsprochen und dafür relativ große Baufenster gelassen. Das Ergebnis der städtebaulichen Untersuchung sei ein Vorbild für maßvolle Verdichtung im ländlichen Bereich auch für andere Dörfer, meinte zudem Grünen-Ratsherr Wolfgang Depken.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens soll nun geprüft werden, ob die oben genannten Vorschläge den Siedlungscharakter weiterhin erhalten.