Jever - Nur knapp mit drei Ja- und zwei Nein-Stimmen hat Jevers Ausschuss für Jugend und Soziales jetzt für die Einführung des Gütesiegels für die beiden städtischen Kindergärten Cleverns und Moorwarfen gestimmt. Zwei Ratsleute enthielten sich. Zuvor hatte es reichlich Diskussion gegeben.
Im Juli 2014 hatte der Kreistag Friesland die Entwicklung und Einführung des Gütesiegels beschlossen. Ziel ist, durch eine einheitliche Bewertung aller kommunalen Einrichtungen Eltern mehr Orientierung und Transparenz bei der Auswahl des Kindergartens zu bieten (die NWZ berichtete).
Marion Paries-Erdmann vom Landkreis, die das Gütesiegel entwickelt, stellte einen ersten Entwurf vor. Er beinhaltet einen Eltern-Fragebogen, in dem nach der Qualität der Kindergärten gefragt wird. „Die Antworten dienen gut als Orientierung für Leitung und Mitarbeiter, um zu sehen, wo noch etwas fehlt und woran gearbeitet werden kann“, so Paries-Erdmann.
Laut Bürgermeister Jan Edo Albers kann der Fragebogen eine Motivation sein, gemeinsame Standards in den Kindergärten zu erreichen. Alfons Sender (SWG) kritisierte das Siegel: „Ich sehe da keinen Sinn“, sagte er.
Waldemar Janssen und Stadtjugendpfleger Detlef Berger stellten dem Ausschuss zudem das fertige Multifunktionshaus und die Situation rund ums Jugendhaus vor. Ausgeweitet wurde beispielsweise die Ausstattung des Medienraums, geplant ist Wlan für die Jugendlichen. „Ich finde es wichtig, dass wir mit der Zeit gehen und auch Jugendlichen Zugang zum Internet geben, die sich das privat nicht leisten können“, so Berger.
Dazu verwies Berger auf zahlreiche Aktionen und Projekte des Jugendhauses wie Feriensprachcamps, Konzerte oder auch die Beteiligung am Altstadtfest. Zudem soll das Jugendhaus in diesem Jahr im Rahmen des Ferienpasses eine Woche lang geöffnet sein. Schüler können dann an verschiedenen Stationen Angebote im Haus nutzen.
