Rodenkirchen - Zu relevanten Themen, die den Ort Rodenkirchen betreffen, haben sich Donnerstagabend die vier Bürgermeisterkandidaten vor der Dorfgemeinschaft Absen geäußert. Andrea Arens, Holger Boomhuis, Klaus Rübesamen und Christian Säfken waren vom Vorstand eingeladen worden, um ihre Sicht, Ideen und Ziele darzustellen.
Auf die Frage nach der Zukunft des Abser Sielhafens, in dem die Versammlung stattfand, waren sich alle Kandidaten einig. Er müsse erhalten werden, das Verschlickungsproblem gelöst und der Wassersport vorangetrieben werden. So könne auch der Tourismus profitieren.
Wie das Problem der Verschlickung endgültig zu lösen sei, dafür gab es aber auch von den vier Kandidaten keine praktikablen Antworten. „Wir machen zu wenig aus dem Wassersport, er wurde bisher kläglich behandelt“, meinte Christian Säfken, der sich „auf dem kleinen Dienstweg“ bei entsprechenden Behörden für das Ausbaggern des Hafens und der Zufahrtsrinne einsetzen möchte. Säfken wird von CDU und Grünen unterstützt. Die Freihaltung der Fahrrinne sah Klaus Rübesamen als Aufgabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes an und nicht nur als Aufgabe der Gemeinde oder der Vereine. Er ist von SPD und WPS aufgestellt worden.
„Der Hafen muss erhalten bleiben, nicht nur für den Tourismus, auch für die Bürger“, betonte Andrea Arens (parteilos), die sich für ein Tourismuskonzept und die Unterstützung des Tourismusbeirats einsetzte. Als Bootseigner plädierte auch Holger Bloomhuis (parteilos) für den Erhalt des Hafens, sah das Verschlickungsproblem aber als „heikle Sache“ an.
Ein weiteres Thema, das der Vorsitzende Stefan Hauk ansprach, war die Marktplatzgestaltung. „Die große Fläche wird für nur wenige Veranstaltungen genutzt und sollte aufgepeppt werden“, meinte Hauk. Rodenkirchen als Ort der Märkte installieren, das wünschte sich Christian Säfken. Er bedauerte die Auflösung der Werbegemeinschaft Stadland, die als Träger derartiger Veranstaltungen ideal wäre. Ideen zum Marktplatz sollten mit den Bürgern und den Vereinen auf den Weg gebracht werden, fand Klaus Rübesamen, der sich mehr Professionalität bei der Umsetzung von Ideen wünschte. Für eine Umgestaltung und optische Aufwertung des Marktplatzes sprach sich Andrea Arens aus, die sich den Ort als Treffpunkt für Jung und Alt vorstellen konnte.
Ähnlich dem Vareler Vorbild „Mittwoch live“ wünschte sich Holger Boomhuis eine regelmäßige Veranstaltung für die Bürger, bei der der Kommerz im Hintergrund stehe.
