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Ortsentwicklung Sielingsee wird für Ausflügler attraktiver

Hohenböken - Der Bürgerverein Hohenböken hat seit seiner Gründung 2001 eine Menge auf die Beine gestellt. Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in den Räumen des Reitervereins hatte Vorsitzender Hans-Joachim Wallenhorst einmal Zwischenbilanz gezogen und geschaut, welche Ideen der vergangenen Jahre nach wie vor auf Umsetzung warten.

Eines dieser Vorhaben, die der Verein weiter verfolgen möchte: der Bau eines Aussichtsturms neben dem Haus Hohenböken am Ammerweg. Von dort könnten Besucher vom Geestrand bis in die Wesermarsch schauen, so Wallenhorst. Verworfen habe man indes den Bau eines Reitweges entlang der Dorfstraße.

Chance auf Neubauten

Hoffnung machen können sich die Hohenbökener in Bezug auf Neubaumöglichkeiten. Peter Meyer, im Rathaus Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung, berichtete der Versammlung, dass die Politik dem Bauen im Außenbereich durchaus offen gegenüberstehe, um zu verhindern, dass die Dörfer „ausbluteten“.

Schlecht stehen die Chancen indes für eine Verkehrsberuhigung auf der Huder Straße zwischen Hohenböken und Gemeindegrenze Hude. Mittelinseln und Tempolimits würde die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr voraussichtlich nicht genehmigen, sagte Meyer.

Zudem monierte der Verein, dass Autofahrer aus Richtung Hude nach wie vor zu schnell auf die Bookholzberger Kreuzung zuführen. Durch den Bau des Seniorenzentrums habe sich der Druck, in Höhe der Einmündung An der Ellerbäke eine Querungshilfe zu errichten, erhöht, befand Wallenhorst. Eine entsprechende Planung, die zugleich die (inzwischen teilweise erfolgte) Verbreiterung des Gehweges auf der Nordseite vorsah, existiert bereits seit Längerem.


Auf der Agenda des Vereins steht außerdem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität am Sielingsee. Dort werde die Gemeinde Bänke, Fahrradbügel und eine Infotafel aufstellen lassen, berichtete Meyer. „Da sind wir dran“ hieß es von Meyer auch zum Postmeisterweg – eine Verbindung zwischen Sielingsee und „An der Imbäke“ in der Gemeinde Hude, die zum Radwegenetz rund um den Hasbruch gehört. Ein Teilbereich ist laut Wallenhorst extrem sandig.

Lückenschluss möglich

Der Kommunalservice habe vorgeschlagen, den Weg auf vergleichsweise kostengünstige Weise teilweise zu befestigen, berichtete Meyer. Jedoch fehle bislang die Zustimmung des Huder Fachausschusses. Im Mai soll das Thema bei einer gemeinsamen Sitzung der Straßen- und Wegeausschüsse der Gemeinden besprochen werden.

Vorantreiben möchte der Bürgerverein ferner sein Langzeitprojekt „Dorfplatz“: Nachdem 2015 eine Boulebahn entstand, wollen die Aktiven nun mit einer Schach-Anlage nachlegen.

Bei der turnusgemäßen Neuwahl des Vorstandes sprachen die rund 30 Anwesenden den Amtsinhabern abermals ihr Vertrauen aus: Alle fünf Vorstandsmitglieder sowie der komplette Beirat wurden einstimmig wiedergewählt.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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