Sillenstede - Toaster oder Teekanne, Spielsachen oder Werkzeug, Vasen, Gläser Dekoartikel – in jedem Haushalt gibt es Kram, der nur noch herum und im Weg steht, der nicht mehr benutzt wird, obwohl man die Dinge noch benutzen kann. Das alles könnte man auf den Flohmarkt bringen, im Internet verhökern oder man verschenkt es ganz einfach und freut sich daran, dass sich andere über die Dinge freuen.
Eine neue Möglichkeit, die Sachen zu verschenken ist die so genannte Givebox. Die Idee stammt aus Berlin, wurde über das soziale Netzwerk Facebook schnell bekannt und breitet sich gerade in vielen Städten aus. Die Givebox könnte auch Gib-und-Nimm-Kiste oder Geschenkebude heißen: Was nicht mehr gebraucht wird, aber noch gut ist, kommt in diese Kiste und von dort für lau in neue Hände.
Tauschbörse
Eine solche Givebox will Luise Brandner nun auch in Sillenstede aufbauen (die NWZ berichtete). Ihr Projekt stellte sie nun im Sozialausschuss vor und bat um grundsätzliche Zustimmung und um den eventuell erforderlichen einen oder anderen kleinen Zuschuss für das Vorhaben.
Die Givebox funktioniert wie eine Tauschbörse. Die einen stellen Dinge herein, andere nehmen daraus mit, was für sie nützlich ist oder ihnen gefällt. Und lassen vielleicht auch ihrerseits mal irgendwann Dinge dort, die andere noch gebrauchen könnten.
Die Givebox müsse man sich wie eine etwas größere Telefonzelle vorstellen, sagt Brandner. Eine einfache kleine Bude mit ein paar Regalböden, auf der die Dinge kostenlos zum Mitnehmen stehen, die andere vorher kostenlos hereingestellt haben. Die Givebox soll zentral in Sillenstede beim Kultkrug stehen und rund um die Uhr frei zugänglich sein. Die Givebox werde von der Volksbank gesponsert und von Sillenstedern gebaut.
Keine Lebensmittel
„Ebay ist kompliziert, Kleinanzeigen dauern, Flohmärkte sind auch nicht immer und mitunter weit weg und was mit Kleiderspenden passiert, ist nicht immer klar, Recycling braucht auch Energie… die Givebox ist lokal, trivial und eine tolle Erweiterung zu anderen Optionen“, werben die Erfinder für ihre Idee. Dass auf diese Weise Dinge weitergenutzt und Ressourcen geschont werden und der Gedanke der Nachhaltigkeit umgesetzt wird, macht die gute Idee noch besser.
Keine Frage, dass auch die Schortenser Politik das Projekt unterstützen will.
Luise Brandner erläuterte auch, was nicht hineingehört in diese Wundertüte beziehungsweise -kiste: Lebensmittel natürlich, oder auch Bücher (für die es bereits ähnliche öffentliche Verschenkeregale gibt) und Kleidung.
