SILLENSTEDE - Mit den Sillensteder Schützen und den Gästen des Schützenfests hatte der Wettergott am Sonntag ein Einsehen.
Betrieb herrschte im Ort bereits am frühen Morgen. Der Musikzug sowie das Trommler- und Pfeiffercorps des Ortes waren schon recht früh auf den Beinen, um die neuen Könige und Kaiser der Schützen und der Bürger durch flottes Spiel „aus den Betten zu werfen“.
Sicher war es beim allgemeine Wecken für manchen Festteilnehmer noch etwas früh: Den Weg nach Hause hatten die letzten Gäste des Festballs erst am frühen Morgen gefunden und entsprechend kurz war die Nachtruhe.
Der Festball hatte durch das schlechte Wetter eine etwas geringere Beteiligung, die Stimmung war dennoch ausgesprochen gut und der Verlauf sehr harmonisch, stellte Matthias Busch als Präsident des Schützenvereins Sillenstede in einer ersten Bilanz fest. Es freute ihn und seine Organisatoren besonders, dass es zu keinen unangenehmen Zwischenfällen gekommen ist.
Nach einem eher ruhigen Vormittag gab es dann kurz nach der Mittagspause wieder regen Betrieb im Ort, der Festumzug stand auf dem Programm. Der Ausmarsch ist seit Beginn der Festreihe ein fester Bestandteil und für die Schützen sehr wichtig.
Viele Einwohner sehen sich den Umzug an, es sind daran die Kinder sowie Abordnungen der örtlichen Vereine beteiligt. Drei Musikzüge waren angetreten. Die stv. Bürgermeisterin Heide Bastrop und Ratsfrau Doris Wolken vertraten dabei die Stadt Schortens und ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem neuen Kaiser- und Königspaar der Bürger den Weg durch den Ort mitzugehen.
Nach dem Ausmarsch der Fahnen nahm der neue Schützenkönig Christian Mattew nach altem Brauch die Front der angetretenen Vereinsabordnungen ab. Der Zug setzte sich dann nach dem Kommando von Schützenhauptmann Hartwig Schröder in Bewegung. Nicht nur an der Marschstrecke hatten viele Einwohner Grundstücke und Häuser mit Fahnen und Wimpelketten oder auf andere Weise geschmückt.
Auch schöne Vorgärten waren allenthalben zu sehen. Hieran wird in Sillenstede von den Bürgern traditionell zum Schützenfest besonders intensiv Hand gelegt.
Der Festumzug endete wie immer auf dem Festplatz an der Dicktonnenstraße. Die Vereinsabordnungen versammelten sich mit den Schützen zum Umtrunk im Festzelt, die Kinder zogen den Festplatz vor. Dieser lag inzwischen im Sonnenschein und bot einen angenehmen Aufenthalt, so dass Fahr- und Verkaufsgeschäfte am letzten Tag des Festes noch entsprechend in Anspruch genommen wurden, wenn dieses auch keinen Ausgleich für die beiden verregneten Vortage bringen konnte.
