Frankfurt - Die beiden Gründer des Frankfurter Immobilienunternehmens „S&K“ haben am Mittwoch das Frankfurter Landgericht als vorläufig freie Männer verlassen. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte zuvor Stephan S. und Jonas K. wegen Untreue zu jeweils achteinhalb Jahren Haft verurteilt, sie aber wegen der mehr als vier Jahre langen Untersuchungshaft vorläufig auf freien Fuß gesetzt.

Das Urteil bewegte sich am unteren Rand der zuvor erzielten Absprache zwischen Anklage, Gericht und Verteidigung. Der Vorwurf des besonders schweren, bandenmäßigen Betrugs war fallengelassen worden, weil dazu eine weitere jahrelange Beweisaufnahme notwendig schien.

Die Angeklagten hatten dann die Untreue gestanden, der Schadensrahmen reduzierte sich so von 240 Millionen auf 90 Millionen Euro. Zwei Mittäter wurden ebenfalls nach Absprachen zu sechs und viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Einer war schon auf freiem Fuß, der andere wurde nun frei gelassen.

Die Staatsanwaltschaft zeigte sich erleichtert über das Ende des Großverfahrens, aber auch zurückhaltend wegen der Strafmaße. Die Verteidiger gaben sich zufrieden – die Strafen entsprechen weitgehend ihren Anträgen. Die Angeklagten waren 2013 in Haft genommen worden. Sie sollen ein Firmengeflecht aufgebaut haben, mit dem 11 000 Anleger um 240 Millionen Euro gebracht wurden.