Bösel - Über den geplanten Bau des Windparks Kündelmoor in Bösel wurde intensiv diskutiert und gestritten. Nur wie würde der Windpark aussehen? Aus welchen Entfernungen werden die Windräder zu sehen sein? Viele Böseler konnten sich das nicht vorstellen. Jetzt kann man sich zumindest einen Eindruck davon verschaffen: Die Vorhabenträgerin für den Bau des Windparks, die IFE Eriksen AG aus Oldenburg, hat nun einige Fotomontagen vorgelegt. Die Bilder sollen aus verschiedenen Standorten innerhalb der Gemeinde die Sicht auf den Windpark zeigen.

Von der Bushaltestelle am Steinbergsweg aus sollen zum Beispiel alle 15 Anlagen zu sehen sein. Die Aufnahme wurde aus einem Abstand von 890 Metern zu den Windrädern aufgenommen. Von der St.-Cäcilia-Kirche aus hingegen geht die IFE Eriksen davon aus, dass die Anlagen gar nicht zu sehen sein werden. Gleiches gilt für den Netto-Parkplatz. Vom Heimathaus an der Overlaher Straße aus sind nur einige Windräder zu sehen. 2350 Meter soll von dort aus der Abstand zu den Anlagen betragen. Ganz anders gestalten sich die Aussichten laut Fotomontage im Bereich Schlingshöhe 16: 1090 Meter sind die Anlagen von dort entfernt.

Noch bis zum 28. September liegt die Flächennutzungsplanänderung für den Windpark im Böseler Rathaus zur Einsichtnahme aus. Aufgrund eines Formfehlers wurde die Auslegungsfrist für den Bebauungsplan verlängert: Die Unterlagen können noch bis zum 17. Oktober im Rathaus eingesehen werden. „Durch den Formfehler haben wir aber keine Zeit verloren“, so Bauamtsleiter Hermann Walter: „Wir liegen voll im Zeitplan.“

Die Windparkplanung wird dann am 5. November wieder Thema im zuständigen Bauausschuss sein. Am 28. November stimmt der Rat über die Abwägungsempfehlungen ab. Dann hat der Landkreis Cloppenburg drei Monate lang Zeit, um den Flächennutzungsplan zu genehmigen.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg