Wiesbaden - So wenig Jugendliche wie noch nie haben im vergangenen Jahr in Deutschland eine Berufsausbildung begonnen. Etwa 510 900 junge Frauen und Männer starteten eine Lehre, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 1,1 Prozent weniger als 2015 und ein Tiefstand. Gründe sind nach Einschätzung der Statistiker der Trend zum Studium und die geringere Zahl von Menschen in der Altersgruppe, die für eine Ausbildung in Frage kommt – aus demografischen Gründen.
Der größte Ausbildungsbereich Industrie und Handel verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang von zwei Prozent. Auch in Hauswirtschaft und Landwirtschaft zog es weniger Azubis.
Beliebter war hingegen der Öffentliche Dienst. Dort wurden 1,6 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Ein Plus gab es auch im Handwerk (0,3 Prozent).
