Oldenburg - Biomasse im ländlichen Raum im Einklang mit der Natur zu produzieren und möglichst effektiv zu nutzen – das ist das Ziel des Verbundvorhabens Biocas, an dem die Universität Oldenburg beteiligt ist.
In den kommenden drei Jahren wollen 18 Einrichtungen aus Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden entsprechende Verfahren und Maßnahmen entwickeln, testen und in der Praxis umsetzen. Die EU hat das Projekt jetzt aus Mitteln der Regionalentwicklung in der Nordseeregion mit einem Volumen von 4,9 Millionen Euro bewilligt.
Die niederländische Provinz Fryslan koordiniert das Vorhaben; von Oldenburger Seite arbeiten neben Forschern des Zentrums für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung Coast auch Experten des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften sowie des Instituts für Chemie mit.
Biomasse – also tierische und pflanzliche Stoffe aus Land- und Forstwirtschaft – ist ein zunehmend wichtiger Rohstoff in der sogenannten Bioökonomie. Die Idee ist, mit diesen nachwachsenden Rohstoffen eine nachhaltige Alternative zu fossilen Rohstoffen zu nutzen.
Künftig Biomasse in gut aufeinander abgestimmten Prozessen für verschiedene Produkte zu nutzen und Reststoffe wieder in die Böden einzubringen – dieser Herausforderung wollen sich die Partner in Biocas stellen. Dabei wollen sie Verfahren entwickeln, die nach dem Kaskaden-Prinzip helfen, die Überreste eines Produktionsschritts in einem weiteren möglichst effektiv weiterzuverwenden.
Das interdisziplinäre Oldenburger Team setzt in dem Projekt verschiedene Schwerpunkte. So entwickelt die Arbeitsgruppe Technische Chemie um Prof. Dr. Michael Wark Verfahren zur Produktion von Biokohlen.
