Oldenburg - Hauseigentümer können bis zum 18. Juni bei der Stadtverwaltung eine kostenfreie Solarberatung beantragen. Der von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen gemeinsam mit der Stadt angebotene Solar-Check informiert in einer einstündigen Beratung darüber, wie Eigentümer mit einer Solarwärmeanlage ihre Heizung unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage selbst Strom produzieren können.
Ein unabhängiger Solarexperte beantwortet dabei auch Fragen zu Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermitteln sowie zu Speichermöglichkeiten der selbsterzeugten Solarenergie.
Einer, der den Solar-Check bereits ausprobiert hat, ist der Oldenburger Torsten Pfützenreuter: Er ließ sein 1995 gebautes Einfamilienhaus vom Energieberater Carsten Krause checken. Die große nach Südwest ausgerichtete Dachfläche ist beschattungsfrei und weist eine gut geeignete Dachneigung auf. „Mich interessierte, wie groß eine Photovoltaikanlage ausgelegt sein sollte, und wie viel Strom ich davon selbst überhaupt verbrauchen kann. Das wollte ich gerne von einem unabhängigen und neutralen Experten hören“, so der Eigentümer.
Anhand der Stromrechnung und der Gegebenheiten vor Ort ermittelte der Energieexperte eine Ertragsprognose und bestimmte anhand der letzten Stromrechnung grob den Eigenverbrauchsanteil. In der Zeit, in der die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert als im Haushalt verbraucht wird, kann der überschüssige Strom mit Hilfe eines Hausspeichersystems zwischengespeichert und später für den Eigenverbrauch genutzt werden. Alternativ wird der übrige Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist und mit einem festen Kilowattpreis über 20 Jahre lang vergütet.
„Die Investitionskosten einer kleinen Photovoltaikanlage sind überschaubar und die Technik ist ausgereift. Sofern ein gewisser Anteil an Strom auch selbst verbraucht werden kann, refinanziert sich die Anlage von alleine“, sagt Carsten Krause.
Die Aktion „Solar-Check“ wird von mehreren unabhängigen Energieberatern im Auftrag der Stadt und ihrer Beratungsinitiative Klima(+)Oldenburg durchgeführt. Die Anzahl an geförderten Beratungen ist begrenzt. Beratungstermine gibt es ab sofort bei der Stadt unter der Tel. 235-2847 oder 235-2144.
