Hude - Regen, Sonne, Regen, Sonne... – der durchwachsene Sommer hat bestimmt so manche Grillparty verdorben. Mit dem Wetter hoch zufrieden sind hingegen die Landwirte der Gemeinde Hude. „Es gab keine langen Dürren und auch nicht zu viel Regen“, freut sich Wilfried Siems vom Landvolk Wüsting.
Die meisten Sorten sind bereits geerntet. „Da haben wir teilweise schon sehr gute Ergebnisse erzielt“, berichtet auch Erhard Seghorn vom Landvolkverband Tweelbäke.
Gute Erträge trotz Frost
Dabei fing das Jahr weniger gut an, der Februarfrost hatte vielerorts dem Wintergetreide arg zugesetzt. „Teilweise mussten ganze Felder neu gesät werden“, berichtet Siems. „Aber was den Winter überlebt hat, hat gute Erträge eingebracht“, ergänzt er.
Einzig der Mais steht noch auf den Feldern, er wird erst Anfang Oktober eingefahren. „Das Getreide ist gefühlt weniger geworden, dafür wird immer mehr Mais angebaut“, berichtet Wilfried Wieting vom Landvolkverband Hurrel. Zum einen würden immer mehr Bauern Mais für Biogasanlagen anbauen, zum anderen sei er eine gute Futterergänzung für die Rinderzucht.
„Wenn der Mais so rein kommt, wie er momentan auf dem Feld steht, dann ist alles top“, hofft Wieting. Einzig verfrühter Nachtfrost könnte ihm noch zusetzen. Doch das, meint er, sei unwahrscheinlich. Auch starker Regen im Oktober könnte die Landwirte bei der Ernte hindern. „Es kann super Mais auf dem Feld stehen“, erklärt Hartwig Heyne vom Landvolkverband Altmoorhausen/Hemmelsberg. „Aber was nützt es, wenn man ihn nicht herunter bekommt?“
Hohe Futtermittelpreise
Wirklich Sorgen bereiten den Landwirten hingegen die Kosten für das Futtermittel. Durch die Dürre in den USA sei ein Engpass entstanden der die Preise hoch treibe, so Heino Rippen vom Landvolkverband Vielstedt-Hude. Da ein Großteil der Huder Betriebe Mischbetriebe seien, die neben der Viehzucht nur Gras und Silage anbauen würden, sei die Ernte zwar gut, aber nicht der wichtigste Faktor.
Doch man könne sich in diesem Jahr nicht beklagen, sagt Seghorn. „Natürlich kann man immer mehr verlangen, aber eigentlich müssen wir zufrieden sein.“
