Diese NWZ -Serie
stellt Oldenburger und ihre Gärten vor. Bürger erzählen, welche Bedeutung die eigene grüne Oase für sie hat und geben Tipps für andere Hobbygärtner.Der Garten von Ursula und Peter Starokosz in Bloherfelde ist nicht groß. Aber er hat es wahrlich in sich.
Von Susanne Gloger
Bloherfelde Der Phlox steht im Moment in voller Blüte. Wenn man aus dem Wohnzimmer von Ursula und Peter Starokosz auf den Garten blickt, geht einem das Herz auf und die Laune steigt. In Weiß, Rosa und Purpur wogt das Blumenmeer.
Seit dem Einzug in das Eigenheim in Bloherfelde vor 30 Jahren bearbeitet die 54-Jährige den Garten. „Früher war das ein typisches Reihenhausgrundstück mit Rasenfläche, Blumenbeet und Sandkastenecke“, erzählt sie. Nach und nach hat die gebürtige Oldenburgerin daraus einen Rosen- und Staudengarten entwickelt. „Von Mai bis September blüht immer etwas“, sagt sie.
Es ist nicht nur der Phlox, den Ursula Starokosz besonders schätzt, sie hat auch ein Faible für Rosen – genauer für historische englische Rosen, zum Beispiel aus der Zucht von David Austin. Aber auch die rosa blühenden Mrs. John Laing und Madame Knorr sowie die orangefarbene Kletterrose Westerland geben dem Garten Farbe. „Die Westerland war meine erste Rose“, so Ursula Starokosz. Mittlerweile zieren mindestens 15 verschiedene Sorten den Garten. Gern blättert die Bloherfelderin in Katalogen und informiert sich über die vielen Züchtungen. „Ich mag nur Rosen die auch duften“, betont sie.
Im Moment, die erste Blütezeit der Rosen ist vorbei, geben Phlox, Lavendel und diverse Kräuter dem Garten ein besonderes Aroma. Groß ist das Areal nicht. „Nur sechs Meter breit und ungefähr zwölf Meter lang“, weiß Peter Starokosz. Aber die von der Grundfläche übersichtliche Fläche hat es in sich. Mit einem Blick ist sie nicht zu erfassen – zu üppig ist die Blütenpracht.
Von der Terrasse, die von zwei Tempellöwen-Figuren aus Nepal bewacht wird, aus schlängelt sich ein Weg, den die Hausherrin selbst gepflastert hat. Links im Beet herrschen Rosa-Töne und Weiß vor, rechts sind es Orange und Lachstöne. Blickt man zurück aufs Haus, erblickt man eine Zitruspflanze auf dem Balkon. Die gedeiht hier auf der Südseite, wie alles andere auch, bestens. „In diesem Jahr werden wir eine gute Ernte haben“, freut sich Ursula Starokosz.
Sie hat den grünen Daumen und ist die Chefin über die Gartengestaltung. „Ich bekomme nur gesagt, wie tief ich wo ein Loch für Neuanpflanzungen graben soll“, erzählt ihr Mann lachend. Der 56-jährige Techniker in der Software-Entwicklung freut sich anschließend über die Pracht. Und er bewundert die Kenntnisse seiner Frau. „Sie weiß ja sogar die lateinischen Namen der Pflanzen.“
Wenn die Krankenschwester von der Arbeit kommt, führt ihr erster Weg in den Garten. Hauptsächlich im Frühjahr und im Herbst habe sie hier viel zu tun. Dann müssten die Stauden beschnitten und Ableger abgeschoben werden. „Jetzt im Sommer genießen wir ihn einfach nur“, so Peter Starokosz. Und seine Frau fügt hinzu: „Das Schöne ist, je nach Lichteinfall sieht er morgens und abends immer anders aus.“
