Diese NWZ -Serie
stellt Oldenburger und ihre Gärten vor. Bürger erzählen, welche Bedeutung die eigene grüne Oase für sie hat und geben Tipps für andere Hobbygärtner.Üppig blühende Blumen gibt es in dem Ohmsteder Garten. Auch vieles für die Küche gedeiht hier.
Von Susanne Gloger
Ohmstede Die Verbindung von Erinnerungsstücken mit Modernem zeichnet den Garten von Winfried Kruppa aus. Obwohl – ausschließlich „sein“ Garten ist dieses von neugierigen Blicken nicht einsehbare Areal in Ohmstede nicht. Der 79-Jährige und seine Frau Inge (73) teilen es sich mit Tochter Gaby Lübben (54) und deren Mann Klaus Wittrup (61). Bis vor wenigen Jahren lebte man hier sogar mit drei Generationen unter zwei Dächern. Doch Enkeltochter Daniela ist längst erwachsen und hat das Nest verlassen.
Als Herrscher über den Garten gilt aber Winfried Kruppa – schließlich erledigt er den Hauptanteil der Arbeit. Schwiegersohn Klaus geht ihm dabei als „Beihelfer“ zur Hand. Seit 14 Jahren lebt man hier glücklich zusammen. Treffpunkt ist nicht nur der Garten, sondern auch der gemeinsame Wintergarten. Mit ihm wurden die beiden Häuser auf dem Hintergrundstück geschickt verbunden. Ausreichend Platz für Feste im Familien- und Freundeskreis gibt es allemal.
Wer nach draußen tritt, möchte sofort in Badekleidung schlüpfen – denn er wird von einem schmucken Swimmingpool empfangen. Links geht‘s auf die Terrasse von Gaby Lübben und Klaus Wittrup. Rechts führt der Weg durch einen mit einer Prunkwinde berankten Torbogen zur Terrasse der Kruppas. Doch langsam: Erst einmal fällt der Blick auf ein besonderes Unikat. „Das ist eine uralte Schwengelpumpe aus meiner Heimat Schlesien“, erklärt Winfried Kruppa. Er hat diese gewichtige Antiquität, die einst zur Wassermühle seiner Vorfahren gehörte, nach Oldenburg geholt und liebevoll saniert. Auf einem alten Mühlstein dient die Pumpe aber lediglich der Dekoration.
Üppig bepflanzte Amphoren zieren die Terrasse der Kruppas. Besonders ins Auge fallen die blütenreichen Fuchsien und Hängebegonien namens „Bonfire“. Dazu gesellen sich Petunien, Malven, Hibiskus, eine Bougainvillea und Hortensien.
Am anderen Ende des insgesamt 2000 m² großen Grundstücks fühlen sich im Gartenteich kleine Karpfen und eine Goldorfe wohl. „Die Goldfische hat der Reiher geholt“, bedauert Winfried Kruppa. Eine weitere Erinnerung an die alte Heimat gedeiht auf dem Etagenbeet – ein blühender Storchenschnabel aus Schlesien. Eine Aloe Vera, die vor 24 Jahren als Pflänzchen von Gran Canaria mitgebracht wurde, thront in einem Topf am Teich.
Vieles für die Küche findet sich hier: Im Obstgarten stehen neben Kräutern Apfel- und Birnenbäume ein Mandarinen- und ein Peperonibäumchen. Am anderen Ende des Grundstücks pflegt Gaby Lübben Küchenkräuter wie Rosmarin, Dill, Majoran, Basilikum und Salbei. Dort trägt auch ein Wein schon viele Trauben. „Ein portugiesischer Roter“, sagt Winfried Kruppa fachmännisch. Abends sitzt man auch hier gern zusammen – ganz in der Familie.
