Thülsfelde - Mit zwei wichtigen Investitionen stärkt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) das Wasserwerk in Thülsfelde: Fachleute installierten dieser Tage eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Speicherbehälter. Damit baut der OOWV die Eigenversorgung seiner Werke mit Strom aus. Daneben wurde die Teilsanierung der ersten Filterstufe für die Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Die Investition für beide Maßnahmen beläuft sich auf insgesamt 651 000 Euro.

Die Photovoltaik-Anlage besteht aus 710 Modulen. Sie sollen pro Jahr rund 162 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Wasserwerke und Kläranlagen zählen durch den Betrieb von Pumpen und Anlagen zu den energieintensiven Bereichen. „Für uns wird die Eigenversorgung mit Strom immer wichtiger“, sagt OOWV-Projektleiter Ralf Scarlatescu. Der OOWV schlage gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Scarlatescu: „Erstens senken wir die Bezugskosten für Strom. Zweitens reduzieren wir den CO2-Ausstoß pro Jahr um 90,6 Tonnen. Und drittens leisten wir einen eigenen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Das Wasserwerk in Thülsfelde wurde 1982 in Betrieb genommen. Es ist für die Versorgung mit Trinkwasser in der Region sowie für die Entwicklung von Industrie und Gewerbe von zentraler Bedeutung. Das Wasser wird aus 40 Vertikalbrunnen und einer maximalen Tiefe von rund 160 Metern gewonnen. Die Speicherbehälter können rund 30 000 Kubikmeter Wasser fassen.

Erst im vergangenen Jahr nahm der OOWV die Fassung Eleonorenhöhe mit sechs Brunnen erstmalig in Betrieb. Damit trug der OOWV dem steigenden Bedarf in der Region Rechnung. Die Teilsanierung der ersten Filterstufe des Wasserwerks gehört zur Qualitätssicherung und Instandhaltung. In der ersten Filterstufe wird das im Rohwasser enthaltene Eisen herausgefiltert.

Für die Sanierung wurden die Kiesschüttungen nacheinander aus den Filtern entfernt, die Wandungen gereinigt und einer gründlichen Kontrolle unterzogen. „Auch die verbindenden Rohrleitungen wurden überprüft, gereinigt oder neu beschichtet“, erklärt Lutz Trittin, zuständiger Betriebsingenieur des OOWV. Die Trinkwasserversorgung sei durch die Sanierung nicht beeinträchtigt gewesen, so Trittin.