Schillig - Alle Hände voll zu tun hatten am Sonntag die Helfer der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft beim Strandfest in Schillig: Hochsommerliche Temperaturen lockten viele an den Strand – so waren die Angebote von DLRG und Nivea sehr gefragt.
„Wir wollen vor allem den Kindern zeigen, wie wichtig es ist, bestimmte Regeln beim Baden zu beachten, und was in einer möglichen Notsituation zu tun ist“, sagte Projektleiter David Aschenbrenner von der DLRG. So wurde an Puppen die Herz-Lungenmassage vorgeführt und geübt, vor allem aber darüber Informiert, was in Notfällen zu tun ist.
Mit kleinen Tricks wie „Ich habe 1 Mund, 1 Nase und 2 Augen“, ließ sich die Notrufnummer 112 gleich besser einprägen, und auch, welche Fragen beim Anruf unbedingt beantwortet werden müssen, wurde mit den Kindern auf spielerische Art eingeübt. An einer Station konnte sogar das Retten mit Schwimmgurt geübt werden – zwar auf dem Trockenen, aber die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Bei Lilly Schraad und Julia Pille sah das schon richtig professionell aus. „Ich bin selbst auch bei der DLRG“, erzählte Julia stolz.
Doch das Strandfest machte seinem Namen alle Ehre und ließ daher auch den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Auf einer Hüpfburg, verschiedensten Spielgeräten, im Mitmach-Zirkus oder beim Wasserleitungen bauen konnten sich die Kinder richtig austoben.
Zwischendurch erklärten Mitglieder der DLRG, wieso und wann es zur Gründung der Gesellschaft kam, und so mancher staunte über den großen Einsatz, den die Mitglieder zum größten Teil ehrenamtlich leisten. Ausschlaggebend für die Gründung war der Einsturz einer Seebrücke auf Rügen 1912, bei dem etliche Menschen ertranken.
Damals wurde beschlossen, eine freiwillige Lebensrettungsgesellschaft zu gründen und nur ein Jahr später in Leipzig in die Tat umgesetzt. Innerhalb eines Jahres hatte der Verein bereits 400 Mitglieder. Inzwischen sind es über eine Million, was die DLRG zur größten freiwilligen Lebensrettungsgesellschaft macht.
