Jever - Die Regale stehen und sind bereits in Teilen gefüllt, nun muss nur noch das leidige Wetter mitspielen, dann kann der neue Edeka-Supermarkt in Jevers Innenstadt eröffnen. Denn: Die Bauarbeiten im Außenbereich rund um den Markt im Erdgeschoss des neuen Altstadtquartiers müssten rechtzeitig beendet werden, um den Wunschtermin zu halten. „Ende kommender Woche“ nennt Inhaber Carl Scheidemann bei einer Begehung am Donnerstag als möglichen Termin.

Vor und hinter dem Gebäude, also im Zufahrtsbereich zu Parkplätzen und Anlieferern, rollen derzeit noch die Bagger, schaufeln Erde hin und her. Nur wenn die Arbeiten hier rechtzeitig beendet sind, kann eröffnet werden.

Der erste Blick in den Innenraum lässt jedoch hoffen. So soll das Sortiment den bestehenden Bedarf in der Innenstadt decken helfen. Singles, ältere Menschen – vor allem auf diese Zielgruppe wird sich das Angebot zu Beginn richten, mit der Option auf künftige Anpassungen.

„Generationsübergreifendes Einkaufen“ – so nennt Scheidemann das Konzept. Im Klartext bedeutet das breite Gänge, für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe geeignet, und niedrige Regalhöhen, dazu eine Kundentoilette und eine Ruhebank im Eingangsbereich. Für Senioren gibt es zwei Rollatoren mit angehängten Einkaufskörben.

Außerdem soll es in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Jever ein Logistik-Projekt geben. Dabei werden Schüler für ältere oder körperlich Beeinträchtigte Einkauf und Abrechnung übernehmen, die Waren nach Hause liefern – kostenfrei.


Beim Sortiment wird wegen der Zielgruppe Singles und Senioren eher auf kleine Verpackungseinheiten gesetzt. Wegen der Nähe zu einem Drogeriemarkt werden die Abteilungen für Wasch- und Putzmittel sowie Kosmetik eher klein ausfallen – von jedem etwas also. „Es wird eine Art moderner ,Tante-Emma-Laden’“, sagt Carl Scheidemann.