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Soziales Besonderer Dienst für Familien in der Landwirtschaft

Melanie Hanz

FRAGE:

Seit 1961 gibt es die Dorfhelferinnenstation im Nord-Jeverland. Wird dieser Dienst heute noch gebraucht?

SPECHT

: Auf jeden Fall! Grund für die Gründung der Dorfhelferinnenstation war damals die Notwendigkeit, landwirtschaftliche Familien zu unterstützen, wenn die Hausfrau und Mutter ausfiel. Und das ist heute noch genauso notwendig. Wir stellen sogar fest, dass die Belastung auf den Höfen zugenommen hat und länger andauernde Einsätze nötig sind. Nicht geändert hat sich seit der Gründung des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks auch, dass wir Dorfhelferinnen ganz besondere Dienstleistungen erbringen, die sich an die besondere Situation in Haushalten mit Kindern sowohl in privaten als auch in landwirtschaftlichen Familien richten.

FRAGE:

Welche Aufgaben übernehmen die Dorfhelferinnen?

SPECHT

: Sie sind Fachkräfte, die in schwierigen Situationen, etwa bei schwerer Krankheit, die Aufgaben der Mütter übernehmen – mit allem, was anliegt: Vom Kühe füttern bis zum Kinder und Senioren versorgen. Die Dorfhelferin kommt wochentags neun Stunden in die Familie. Ziel ist, dabei zu helfen, dass die Familie auch in Notsituationen Familie bleiben kann.

FRAGE:

Dazu brauchen die Dorfhelferinnen sicherlich besondere Kompetenzen – wie wird man Dorfhelferin?

SPECHT

: Voraussetzung ist in der Regel eine hauswirtschaftliche Ausbildung mit mindestens einjähriger Berufserfahrung. Darauf wird eine umfassende Fortbildung durch das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen aufgesattelt, die die Frauen fit macht für ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

FRAGE:

Was ist die Motivation der Frauen, Dorfhelferin zu werden?

SPECHT

: Viele Frauen entscheiden sich bewusst für diesen Beruf, weil er so vielseitig ist und die Dorfhelferin immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Man lernt viele verschiedene Menschen und Familienstrukturen kennen.

Das Dorfhelferinnenwerk

Niedersachsen wurde 1960 gegründet, ein Jahr später folgte die Einsatzstelle in Nordjeverland, die von den ev. Gemeinden Hohenkirchen, Minsen, Oldorf, Tettens und Middoge, den Landfrauen und der Gemeinde Wangerland unterstützt wird. Seit 2005 wird auch der Landkreis Wittmund mit abgedeckt.

Zurzeit umfasst

die Station zwei Aktive und eine Dorfhelferin in Elternzeit. Annegret Specht ist Vorsitzende des Kuratoriums der Station Friesland-Wittmund.

Beim Dorfhelferinnenwerk

beginnt am 19. September ein neuer, 14-monatiger Ausbildungskursus. Dazu werden noch Anmeldungen angenommen (Tel. 0511/12 41 539).
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