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SOZIALES „Wer liegt, bekommt ein Problem“

FIP in Barßel

Der Barßeler Volker Bley

eröffnete 1997 die Facheinrichtung für Intensivpflege (FIP) im Gesundheitszentrum Barßel.

Die FIP

betreut vor allem Patienten, die im Wachkoma liegen, schwer übergewichtig sind oder nicht eigenständig atmen können.

Am 2. November

des vergangenen Jahres zog die Einrichtung an den Mühlenweg um. Es können 72 Patienten betreut werden.

Am 24.Februar

findet von 10 bis 17 Uhr in den Räumen der FIP die große Barßeler Typisierungsaktion für die Knochenmarkspenderdatei statt. Hiebei können die Besucher auch das neue Therapiezentrum der FIP besichtigen.

Geschäftsführer Volker Bley führte die Gäste durch das neue Gebäude am Mühlenweg. Die Frauen nutzten die Gelegenheit für eine intensive Diskussion.

Von Sven kamin

Barßel „Im Grunde ist es ein Kommunikationsproblem“, so einfach beschreibt Volker Bley, Leiter und Geschäftsführer der Facheinrichtung für Intensivpflege (FIP) in Barßel, ein Wachkoma. Und die gut 15 Frauen hören gespannt zu, als Bley fortfährt: „Die Gedanken, die Gefühle, die Hoffnungen, Ziele und Ängste eines Wachkomapatienten sind alle noch da, auch die Persönlichkeit. Aber das Gehirn des Patienten hat keine Möglichkeit mehr, sich über Bewegungen, Sprache und Geräusche seiner Umwelt mitzuteilen“, erklärt Bley.

Als Ziel ihres diesmal in Barßel stattfindenden Dekanatstreffen hatten die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) das neue Gebäude der FIP in Barßel am Mühlenweg gewählt. Die Frauen aus Bösel, Friesoythe, Altenoythe Neuscharrel und Barßel wollten sich vor dem gemeinsamen Ausklang des Abends im Pfarrheim über die Arbeit und vor allem das neue Zuhause der FIP informieren. Seit dem Umzug aus dem Gesundheitszentrum Barßel, wo die Einrichtung 1997 gestartet war, kann die FIP im neuen Haus nun 72 anstatt bisher 36 Plätze anbieten. Viele der Patienten, die aus dem ganzen Bundesgebiet stammen, liegen im Wachkoma.


Bei seiner Führung durch die Stationen beschrieb Bley die große Herausforderung, die die tägliche Arbeit mit Schwersthilfebedürftigen darstelle: „Wir wollen unseren Patienten bei allen Einschränkungen ein möglichst würdevolles Leben ermöglichen“, sagt Bley. So sei es das Ziel, die Patienten wieder so fit zu bekommen, dass sie im besten Fall wieder nach Hause verlegt werden könnten. Aus diesem Grunde würden alle Patienten im Rahmen ihrer Therapie täglich ihr Bett verlassen: „Wer liegt, bekommt ein Problem. Deshalb halten wir unsere Patienten in Bewegung“, sagt Bley.

An den Rundgang durch die Stationen, schloss sich im Schulungsraum der FIP eine intensive Diskussion an, bei der die KFD-Frauen die Gelegenheit nutzten zum Teil vor dem Hintergrund sehr persönlicher Erfahrungen mit Bley etwa über das Thema Sterbehilfe bei Komapatienten zu sprechen. Hierbei bezog nicht nur Bley eine klare Position für das Leben: „Diese Entscheidung steht uns nicht zu“, so Bley.

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