Viele Betriebe haben die Spargelsaison in diesem Jahr um eine Woche verlängert. Auf dem Ganderkeseer Hof Schwarting wurde die Ernte aber traditionell am 24. Juni beendet, teilte Rudolf Schwarting mit.
Warum haben Sie sich nicht an der Verlängerung der Saison beteiligt?
SchwartingDie Qualität der Stangen ließ Ende Juni deutlich nach. Die Stangen wurden schon dünner. Die Lufttemperatur war einfach zu niedrig. Sie lag ja stellenweise unter 15 Grad. Diese kalten Temperaturen über einen so langen Zeitraum verkraftet der Spargel nicht. Außerdem reagiert der Spargel auf eine Verlängerung der Saison im nächsten Jahr mit Ertragseinbußen. Deshalb haben wir uns an der Verlängerung nicht beteiligt und die Spargelsaison am 24. Juni beendet.
Wie hoch waren in diesem Jahr die Einbußen bei der Ernte?
SchwartingDie Spargelbauern haben wohl im Vergleich zum Vorjahr zehn bis 20 Prozent weniger Ertrag gehabt. So einen kalten Mai hatten wir schon lange nicht mehr. Es kam zwar in den Vorjahren schon mal vor, dass es zehn bis zwölf Tage lang so kalt war, aber nicht über vier Wochen wie in diesem Jahr.
War der Spargel in diesem Jahr qualitativ schlechter?
SchwartingNein, insgesamt war die Qualität des Spargels in Ordnung. Es war nur mengenmäßig weniger. Wir mussten dann den Preis geringfügig anheben, um dem finanziellen Verlust entgegenzuwirken.
War denn die Nachfrage der Kunden in diesem Jahr geringer?
SchwartingNein, die Nachfrage war recht gut. Die Leute hatten auch bei Kälte Appetit auf Spargel. Leider war aber aufgrund des schlechten Wetters nicht immer ausreichend Ware da.
