Rastede - Anlässlich des Welternährungstages hatte die CDU-Landtagsfraktion mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler am Montag die Bäckerei „Müller & Egerer“ in Rastede besucht. Dort hatten der kaufmännische Leiter, Hilmar Ukena, Ernährungsberaterin Sonja Egerer und Konditormeister Lutz Leuchtges ihnen erklärt, wie unverkäufliche Reste verwertet werden und wie sich unnötiger Abfall vermeiden lässt.

„Wir besuchen Betriebe in ganz Niedersachsen, um zu zeigen, wie verantwortungsvoll dort inzwischen mit dem Thema Lebensmittelverschwendung umgegangen wird“, erklärt Thümler.

Seit 2009 verfolge die Bäckerei „Müller & Egerer“ ein besonderes Konzept, um Retouren so gering wie möglich zu halten, aber dem Kunden trotzdem den optimalen Service zu gewährleisten. „Wir haben viel mit den Rezepten experimentiert, um Zusatzstoffe zu entfernen und achten schon beim Einkauf darauf, was wir tatsächlich brauchen“, erklärt Hilmar Ukena.

Außerdem setze der Betrieb auf Zutaten aus der Region und kompetente Beratung. Es sei wichtig, die Mitarbeiter in die Prozesse mit einzubeziehen, damit sie in Neuerungen hineinwachsen, erklärt Ukena.

1948 gegründet, hat „Müller & Egerer“ mittlerweile 52 Bäckereifachgeschäfte im Ammerland, in Friesland, in Wilhelmshaven, Oldenburg und Bremen. Alle nichtverkauften Reste würden abends schon vorsortiert in die Produktionsstätte nach Rastede gebracht und dort entsprechend weiterverwertet oder entsorgt. Zwischen 18 und 20 Tonnen Retour fielen monatlich an, erklärte Ukena. „Was keine Körner hat, wird gehäckselt und anschließend wieder zugeführt. Andere Retouren werden an die Tafeln geliefert, mit denen wir eng zusammenarbeiten oder für Tierfutter verwendet, etwa für den Jaderberger Zoo“, sagt Leuchtges.


Rezeptmaschinen sorgten außerdem dafür, dass exakt die Zutaten im Produkt landeten, die dafür vorgesehen seien – weder zu viel noch zu wenig, erklärt Ukena. So habe der Betrieb über die vier Jahre schon rund 300 000 Euro an Kosten eingespart.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft