Wolfsburg/Oldenburg - Im Streit über das geplante Freihandelsabkommen Ceta hat sich die SPD hinter Parteichef Sigmar Gabriel gestellt. Beim SPD-Konvent in Wolfsburg stimmte am Montag eine Mehrheit der Delegierten grundsätzlich für das Abkommen der EU mit Kanada. Gabriel hatte sich vehement dafür stark gemacht.

Die Wirtschaft begrüßte die Entscheidung: Die SPD sende damit „ein wichtiges Signal für die Bedeutung von Freihandel“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, der „Rheinischen Post“.

Auch im Oldenburger Land – wo mehr als 50 Unternehmen regelmäßige Geschäftsbeziehungen mit Kanada unterhalten – setzt die Wirtschaft auf Ceta: „Einfache Marktzugänge ohne Handelshemmnisse sind für die Wettbewerbsfähigkeit unserer auslandsaktiven Betriebe von entscheidender Bedeutung. Dafür stehen Freihandelsabkommen wie Ceta“, betonte Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer für Außenwirtschaft, gegenüber der NWZ.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin