Metjendorf/Heidkamp - „Wir wollen mehr bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde“, sagt Dennis Rohde. Der SPD-Bundestagsabgeordnete sprach sich bei einem Ortstermin am geplanten Baugebiet am „Ostkamp“ in Metjendorf mit der Geschäftsführerin der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft (AWG), Ulrike Petruch, dafür aus, dass die AWG beide am Ostkamp für Mehrparteienhäuser vorgesehen Flächen bebauen sollte. Dafür ist eine politische Entscheidung in den Gremien der Gemeinde nötig, sagte Rohde. Er hatte sich gemeinsam mit dem Wiefelsteder SPD-Fraktionsvorsitzenden Jörg Weden und Ratsherr Lutz Helm zum Ostkamp aufgemacht.
Im Entwurf für das geplante, etwa 2,4 Hektar große Baugebiet sind auch zwei nebeneinander liegende Flächen zu je 1700 Quadratmeter für bis zu vier Mehrparteienhäuser eingeplant. Für eine der Flächen, die an ein bereits bewohntes AWG-Areal mit drei Häusern und fünf Parteien angrenzt, hat die AWG bereits auf Anforderung der Gemeinde ein Konzept erstellt. Es liegt der Verwaltung vor und sieht den Bau eines Acht-Parteienhauses mit Wohneinheiten vom Single-Haushalt bis zur 92 Quadratmeter großen Wohnung mit drei Kinderzimmern vor, erläuterte die AWG-Geschäftsführerin.
Rohde will sich dafür einsetzen, dass auch die zweite, ebenfalls 1700 Quadratmeter große Fläche von der AWG bebaut werden sollte. Für diese Fläche gibt es derzeit noch kein Konzept. „Mit der AWG wäre für beide Flächen ein Konzept aus einem Guss vorhanden – und bei der Mietpreisgestaltung wären günstigere Konditionen möglich als etwa bei einem privaten Investor“, sagte Rohde.
Besucht wurde auch das AWG-Bauprojekt am Elisabethstein in Heidkamp, wo derzeit ein Mehrparteienhaus mit sieben Wohnungen und ein Doppelhaus mit vier Wohnungen entstehen. Sie sollen zum 1. Juni bezugsfertig sein. Petruch räumte ein, dass es derzeit nur drei Interessenten gibt: Offenbar schmälert die Diskussion um die angebliche Unterbringung von Flüchtlingen das Interesse. Dabei hatte auch die Gemeinde betont, dass dort keine Flüchtlingsunterkünfte gebaut werden. Die Wohnungen werden für 6 bis 7 Euro pro Quadratmeter angeboten.
Rohde: „Mit der AWG ist es gelungen, in Heidkamp bezahlbaren Wohnraum auch für Hartz-Vier-Empfänger zu schaffen.“
