Tokio/Papenburg - Neue Verluste bei der japanischen Mitsubishi-Werft nähren erneut Spekulationen um mögliche Verschiebungen im Kreuzfahrtmarkt. Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gab jetzt die Buchung eines hohen außergewöhnlichen Verlustes aus dem Kreuzfahrtschiffbau in der konsolidierten Konzernbilanz bekannt.

Wie berichtet, hatte MHI 2011 den Bau von zwei Schiffen für Aida Cruises (Rostock) an Land gezogen. Mit dem Baufortschritt seien aber „Probleme offensichtlich geworden“, heißt es nun in einer Mitteilung. Hervorgehoben werden Design und Konstruktion. Nach Branchenschätzungen soll sich der Verlust mit dem Bau der Aida-Schiffe 2013/2014 auf umgerechnet über 700 Millionen Euro summieren. Dadurch sehen einige in der Branche die Möglichkeit, dass die Japaner sich aus der Branche verabschieden könnten und Aida-Schiffe wieder in Europa gebaut werden. Dies war einst bei Meyer  in Papenburg erfolgt.