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Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut
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Aktualisiert vor 2 Minuten.

Entscheidung Der Verteidigungsministerin
Segelschulschiff „Gorch Fock“ wird fertig gebaut

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Spekulationen über Risse in Spundwand

11.07.2012

WILHELMSHAVEN Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) JadeWeserPort ist im Zeitplan. Die Sanierung der Kaje des neuen Containerhafens kommt voran. Mit der bevor stehenden Übergabe von 1000 Meter Kaikante Ende Juli an Hafenbetreiber Euogate rückt erneut die Frage nach den Ursachen für die Schäden an dem Jahrhundertbauwerk ins Zentrum des Interesses.

Vor allem von Hafenexperten aus Bremen werden immer wieder neue Spekulationen über Ursachen für die über 250 Risse in der Spundwand aufgestellt. Monatelang galt es dort als ausgemacht, dass die von der Arge eingesetzte Rammtechnik zu den so genannten „Schlosssprengungen“ geführt hat. Die Arge wies das entschieden zurück. Das von ihr gewählte Rammverfahren sei gleichwertig.

Am Dienstag verbreitete der Sender NDR 1 eine neue Theorie: Die Arge habe versäumt, beim Einsetzen der Füllbohlen zwischen die zuvor gerammten Tragbohlen ein Schmiermittel zu verwenden. Ohne Schmiermittel, so werden Bremer Hafenexperten zitiert, könne beim Einvibrieren der Füllbohlen eine derart große Hitze entstehen, dass das Metall glühend werde und Spundwandelemente miteinander verschweißen. Dadurch könnten die Schlösser gesprengt worden sein, die Trag- und Füllbohlen zusammenhalten sollen.

Axel Kluth, Geschäftsführer der JWP-Realisierungsgesellschaft (JWP-R), bestätigte am Dienstag gegenüber dieser Zeitung, dass das Schmiermittel Beltan nicht eingesetzt worden sei. Das sei aber schon seit langem bekannt und, so seine Befürchtung, als Erklärung für die Schäden zu einfach.

Fehlendes Schmiermittel würde zum einen nicht erklären, warum die Risse in einem Teilbereich der Kaje stark gehäuft aufgetreten seien. Zum anderen, so Kluth, hätten die Gutachter der Versicherung längst das Schmiermittel identifiziert, wenn hier der Grund für die Schäden zu suchen sei.

Mindestens drei Gutachterteams arbeiten aktuell an einer Erklärung für die Schäden. Eines im Auftrag der Arge, ein weiteres für die Versicherung, ein drittes für den Bauherrn JWP-R. Dem Vernehmen nach sollen die ersten Papiere intern bereits vorliegen. „Es wird spannend zu sehen, ob zumindest zwei der Gutachterteams zu demselben Ergebnis kommen“, sagte Kluth. In der Pflicht steht nach seiner Ansicht zunächst die Arge. „Die Arge muss nachweisen, dass sie fehlerfrei gearbeitet hat. Ich wünsche es den Unternehmen, dass es ihnen gelingt. Dann müsste die Versicherung für den Schaden aufkommen.“ Fehlerhafte Bodenuntersuchungen als Schadensursache schließt Kluth inzwischen aus.

Beobachter halten einen langjährigen Rechtsstreit über die Schadensursache für denkbar. Diskussionen könne es auch noch darüber geben, ob die mit einer Betonwand sanierte Kaje und die ursprüngliche Spundwand bautechnisch als „gleichwertig“ anzusehen sind. Hafenbetreiber Eurogate pachtet den Hafen für 40 Jahre. Skeptiker fragen sich, wer für die Sanierung aufkommt, wenn die Betonwand schon nach 15 bis 20 Jahren bröckeln sollte.

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