Ganderkesee - Im Freibad und an Badeseen tummeln sich zahlreiche Gäste, vor den Eisdielen muss man Schlange stehen und es riecht in den Wohngebieten ständig nach heißen Grills – dass es bereits Mitte September ist, dürfte den meisten wohl erst bewusst werden, wenn sie im Supermarkt plötzlich vor den Regalen mit Spekulatius und Lebkuchen stehen. Denn: in 100 Tagen ist schon Weihnachten! Die NWZ  hat sich in Ganderkeseer Geschäften einmal nach Weihnachtsartikeln umgeschaut.

Supermärkte

Sowohl bei Inkoop als auch bei Famila haben die Weihnachtsartikel Anfang September Einzug gehalten, zunächst allerdings nur das Gebäck. „Das sind die Standardsachen, also Spekulatius, Lebkuchen und Dominosteine“, so die stellvertretende Inkoop-Marktleiterin Bianca Sänger. Das ist auch bei Famila so, die Artikel würden etappenweise eingeräumt, berichtet der stellvertretende Marktleiter Bodo Popken: „Ganz zum Schluss kommen dann die Schoko-Hohlfiguren.“ Die Nachfrage sei in beiden Märkten trotz des warmes Wetters unverändert hoch, „zu Beginn haben die Kunden beim Spekulatius schon so richtig zugegriffen, und da war es richtig heiß draußen“, sagt Sänger.

Baumarkt

Während es in einigen großen Baumarktketten schon zuhauf Weihnachtsartikel zu kaufen gibt, ist im BBM-Baumarkt in Ganderkesee das Gegenteil der Fall: „Die Gartenmöbel und Grills haben wir bewusst noch länger stehen lassen“, betont Marktleiter Jan Schäfer. Gerade in den letzten Wochen sei die Nachfrage noch einmal ziemlich groß gewesen. Weichen müssen sie aber trotzdem bald, dann wird auf der Fläche der Weihnachtsmarkt aufgebaut. „Die Dekoartikel sind alle schon ausgezeichnet, aber im Moment wieder im Lager“, so Schäfer. Auch Streusalz und Schneeschieber stehen schon bereit und werden in den kommenden Wochen eingeräumt, „die Leute decken sich gerne schon früh damit ein“. Brennstoffe wie Kaminbriketts stehen derweil schon zum Verkauf – aber Grillkohle sei derzeit noch viel beliebter.


Bastelladen

Bei der Frage, ob sie schon 100 Tage vor dem Fest Weihnachtsware habe, muss Susanne Piero, Inhaberin von „Tüdeln und Krams“, lachen: „Bei mir ist schon seit 21 Tagen Weihnachten!“, sagt sie. Die Schultüten standen noch im Laden, als die ersten Kunden nach Weihnachtssachen fragten, „irgendwann musste ich dann schon einräumen“, so Piero. Das war vor drei Wochen, mittlerweile gibt es einen ganzen Ständer mit weihnachtlichem Tonkarton, auf einem Tisch liegen Faltsterne, Schleifenband und Lichterdeko bereit. Dabei sei das in den letzten Jahren ganz anders gewesen, sagt die Inhaberin, „es gab schon ein bisschen Nachfrage, aber so viel Einkauf hatten wir so früh nie!“