Berne - Die Sperrung der Bundesstraße 212 in Höhe der Huntebrücke wird kommen (die NWZ  berichtete bereits). Das teilte Theodor Bley, stellvertretender Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Außenstelle Oldenburg, am Montagnachmittag in einem Gespräch mit. Damit ist amtlich, dass der Bereich in unmittelbarer Nähe der Hubbrücke vom 7. Oktober, 0 Uhr, bis zum 12. Oktober, 24 Uhr, gesperrt sein wird.

Das hat zur Folge, dass Autos und Lkw über die Autobahnen, über Landesstraßen und die Stadt Oldenburg fahren müssen, wenn sie von der einen Seite der Hunte auf die andere wollen.

Wie die NWZ bereits berichtete, muss für Bau- und Montagearbeiten an der zukünftigen Klappbrücke ein 700-Tonnen-Kran installiert werden. Hinzu kommt, dass 17 Schwertransporter anrollen werden, um entsprechende Stahlteile zu bringen, die im Klappenpfeiler verbaut werden. Auch die Transporter benötigen viel Platz.

Während der Gesamtdauer der Bauarbeiten wird die Huntebrücke für Fußgänger und Radfahrer frei gehalten, teilt Andreas Hoppe, Verkehrssachbearbeiter beim Landkreis Wesermarsch, mit. Es sei denn, es drohe Gefahr für diese Verkehrsteilnehmer. Dann würde der Bereich kurzzeitig gesperrt. Frei sei die Verbindung von Neuenhuntorf über Huntebrück nach Berne.

„Diese komplette Sperrung des Brückenbereichs für den Fahrzeugverkehr ist unumgänglich“, erklärte Hoppe in einem Gespräch. Eine Ablehnung des Antrages hätte keinem gedient und würde wohl den Bau der Brücke noch weiter verzögern. Warum seine Behörde erst am 22. September von der gewünschten Sperrung erfahren habe, weiß er nicht.


Zeitgleich sei auch die Landesbehörde erst von den ausführenden Firmen unterrichtet worden, sagte Theodor Bley. Danach sei ausführlich geprüft worden, ob die Sperrung erforderlich sei. Angesichts fehlender Alternativen gab es keinen anderen Weg.

Andreas Hoppe empfiehlt, Fahrgemeinschaften zu bilden und auf der einen und anderen Seite der Brücke einen Pkw zu platzieren. Das hätten Mitarbeiter von einigen Betrieben geplant. Bewohnern der mittleren und nördlichen Wesermarsch, die Richtung Bremen wollen, empfiehlt er, entweder durch den Wesertunnel oder über die Fähre in Golzwarden zu fahren.

Für den Schulbusverkehr von Berne/Lemwerder in Richtung Brake sei eine Lösung gefunden worden, teilte Andreas Hoppe mit, ohne Genaueres zu sagen.