[SPITZMARKE] - FRANKFURT/MAIN/DPA - Gegen den Chef der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Das teilte die Bank am Wochenende mit. Bei der Ermittlungen geht es um den Vorwurf der Geldwäsche nach Privatisierungsgeschäften in Russland in den 90er Jahren. Müller war seinerzeit auch für das Russland-Geschäft der Commerzbank verantwortlich.
Der Vorsitzende des Commerzbank-Aufsichtsrats, Martin Kohlhaussen, und der Vorstand hätten kein Verständnis für die Erweiterung des seit Monaten laufenden Verfahrens und gingen von Müllers vollständiger Entlastung aus, hieß es weiter. Aus Sicht der Juristen handele es sich bei der Erweiterung der Ermittlungen um einen „Formalakt“. Das Verfahren sei vor „wenigen Tagen“ auf Müller ausgeweitet worden.
In den Mittelpunkt der Untersuchungen sind mehrere Manager geraten, darunter der inzwischen zurückgetretene ehemalige Commerzbank-Personalvorstand Andreas de Maizière. Zu den Beschuldigten gehörten bislang zwei ausgeschiedene und drei aktuelle Mitarbeiter der Commerzbank.
