[SPITZMARKE]HANNOVER - HANNOVER/EIC - Nach Süddeutschland kommt jetzt Niedersachen dran: Kontenplünderer nutzen eine neue Masche, um ahnungslosen Bankkunden ihr Geld abzunehmen. „Skimming“ (aus dem Englischen „abschöpfen, absahnen“) heißt die Methode, mit der Kriminelle an Daten von EC-Karten kommen und anschließend mit einem angefertigten Duplikat Geld abheben.

„Bundesweit gab es im vergangenen Jahr mehr als 300 Fälle“, sagte Lothar Zierke vom Niedersächsischen Landeskriminalamt (Hannover) gestern der NWZ . Die Täter wandern mit ihrer Masche anscheinend von Süden nach Norden. In Niedersachsen sind sieben „Skimming“-Versuche bekannt geworden – Tendenz steigend.

Der Datenklau passiert unbemerkt am Automaten: Die Täter montieren mit Klebeband ein Gerät vor dem Kartenschlitz, das vom Original kaum zu unterscheiden ist. Beim Einführen der EC-Karte werden die Daten abgelesen und an die Täter übermittelt.

Vielfach hätten sich die Attrappen vom Automaten gelöst. Sie seien durch Rütteln relativ leicht zu entlarven, so Zierke. Zudem sollte bei Eingabe der Geheimnummer das Tastenfeld verdeckt werden, da die Täter auch mit versteckten Kameras arbeiten.