[SPITZMARKE]OLDENBURG - OLDENBURG/RZK - Die Baubranche muss umdenken. Künftig würden statt der Neubauten immer mehr Funktionsumwandlungen im Immobilien-Bestand und Dienstleistungen rund um diese Gebäude an Bedeutung gewinnen. Darauf wies gestern beim „1. Oldenburger Bautag“ der Oldenburger Bauunternehmer Klaus Oetken hin. Hiesige Firmen sollten sich qualifizieren für Facility Management (FM) im regionalen Markt.
„FM“ – definiert als Dienstleistungen rund um Bauten und Anlagen, die nicht zur Kerntätigkeit einer Firma gehören – war das große Thema bei dem Bautag, den der Förderverein der Fachhochschule Oldenburg Ostfriesland Wilhelmshaven (OOW) veranstaltete. Es gehe darum, die Kontakte zur Wirtschaft zu festigen, so Fördervereins-Vorsitzender Heiko Harms.
Firmen und Staat machen beim „Managen“ ihrer Gebäude und Anlagen noch viel zu viel selbst, stellte Hartmut Zehrer vom Hamburger Weiterbildungsdienstleister Protektor GmbH fest. Die Zukunft gehöre z.B. Fertigungsanlagen, die von mehreren Firmen (statt von einer) genutzt und so besser ausgelastet werden; Kliniken, die vor allem optimale Immobilien für Ärzte bereitstellen; Investoren, die die Verantwortung für Schulräume übernehmen.
Der FM-Dozent Martin van den Ende (Hanzehogeschool/Groningen) sieht den Facility-Manager vor allem als Kommunikator, der vermittelt zwischen Anlagen-Besitzern und einer Vielzahl von Dienstleistern. In Deutschland werde in dieser Position zu einseitig ein Techniker oder Architekt erwartet. Laut Bernd Klasen (Hochtief) boomt der Markt der Dienstleistungen rund um Gebäudemanagement.
