[SPITZMARKE]OLDENBURG/HANNOVER - OLDENBURG/HANNOVER/BK - Die Niedersächsische Zahntechniker-Innung übt scharfe Kritik am System der Zahnersatzversorgung, das mit der Gesundheitsreform 2004/ 2005 eingeführt wurde. Lutz Wolf, Obermeister der Innung in Niedersachsen, kritisiert, dass das bestehende Festzuschusssystem nicht funktioniere und fordert die Rückkehr zur prozentualen Abrechnungsmethode.

Beim Zahnersatz würden die Ausgaben der Krankenkassen um Milliarden zurückgehen, während Patienten für Leistungen immer tiefer in die eigene Tasche greifen müssten. Wegen der erhöhten Eigenbeteiligung, so Wolf, verzichteten viele Patienten auf notwendige Versorgungsmaßnahmen oder griffen auf eine Einfachversorgung zurück. Diese könne aber die Gesundheit gefährden: Statt der üblichen Doppelkronen würden nun Stahlklammern eingesetzt, die das Kariesrisiko erhöhten und die Zähne lockerten. Die Umsätze für Zahnersatz in den Laboren seien 2005 um bis zu 30 Prozent eingebrochen.