[SPITZMARKE][SPITZMARKE]SILLENSTEDE - SILLENSTEDE/NEU - Eine spürbare Arbeitserleichterung für die Landwirte in Sillenstede bringt die neue 3,6 Kilometer lange Betonspurbahn zwischen Mühlenreihe und Gummelstede sowie im nördlichen Teil des Bösselhauser Weges und des Wiedeler Weges. Gestern nahmen Vertreter des Amtes für Landentwicklung, der Stadt Schortens, der Teilnehmergemeinschaft Schortens-Umgehung und des Realverbandes Bösselhauser Weg die fast fertiggestellte Baumaßnahme ab. Für die ausführende Firma Dahlmann aus Edewecht begleitete Bauleiter Detlef Otten das Inspektorenteam.
Die Kosten für den Bau der Betonbahn quer durch die Wiesenlandschaft belaufen sich nach Angaben von Norbert Pott vom Amt für Landentwicklung Oldenburg auf 300 000 Euro. Das Landesamt bewilligte dabei Zuschüsse in Höhe von rund 240 000 Euro. Etwa 20 Prozent der Kosten werden von der Teilnehmergemeinschaft getragen.
Der neue Weg ist Teil des Bauprogramms 2005 im Flurbereinigungsverfahren in und um Sillenstede. Aus bautechnischen Gründen erfolgte der Ausbau der Wege in zwei Schritten, heißt es. So wurden die Erd- und Schotterarbeiten für das Wegebett im vergangenen Jahr durchgeführt. Die Betonarbeiten zur Befestigung der Wege in Betonspurbahnen führte das Unternehmen Dahlmann erst dieses Jahr durch. „Jetzt brauchen die Bauern keine Umwege mit ihren Traktoren mehr fahren, wenn sie auf ihre Felder wollen“, lobte Realverbandsvorsitzender Erich de Vries die neue Strecke. Bis auf wenige Ausbesserungen zeigte sich das Prüfteam gestern mit der Bauumsetzung zufrieden.
Eine Nutzung, an die die Bauplaner wohl zuerst nicht gedacht haben, hat sich bereits auf der Betonpiste in Sillenstede eingestellt: Der neue Weg wird bereits von Radtouristen als willkommene Abkürzung der Wegstrecke zwischen Sillenstede und Waddewarden genutzt. „Das ist ja eine toller Service der Stadt Schortens“, so ein erfreuter Radtourist, der allerdings eine Radwegbeschilderung vermisste.
