[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][BIL - GANDERKESEE/HS - Kinder brauchen feste Vorgaben oder „Rituale“ und sollten beim Sprechen niemals „korrigiert“ werden. Das waren zwei von meistens auch ganz praktischen Erkenntnissen, die der Agenda-Verein Ganderkesee im Kindergarten Schierbrok beim zweiten Seminar in seiner Eltern-Reihe vermittelte.

26 Mütter und Väter waren diesmal gekommen, um sich bei der Sprachpädagogin Uta Langanke aus Stuhr und dem Diplom-Psychologen Ulrich Wohlfing aus Bremen Anregungen für die tägliche Erziehungsarbeit zu holen.

Von Uta Langanke erfuhren die Eltern u. a., wie eng die soziale und die motorische Entwicklung einerseits und das Sprechen anderseits zusammenhängen. Umso mehr soziale Kontakte, umso engere Bindung an Eltern und Geschwister und auch umso mehr Muskeltraining durch Kauen, umso besser Ausbildung einer korrekten Aussprache. Späte Flaschenkinder, die die Kaumuskulatur nicht trainieren, haben hier gravierende Nachteile – und solche Kinder, die von ihren Eltern beim Sprechen stets korrigiert werden. Der Tipp: Stattdessen den Satz richtig wiederholen. Wenn das Kind sagt „Tom ist getompt“ solle man also nicht vorwurfsvoll-korrigierend sagen „Das heißt: gekommen“, sondern einfach wiederholen, „Tom ist gekommen“. Denn – so die Sprachexperten – „Kinder lernen durch Nachahmung, nicht durch Vorhalte“

Und die Sache mit den Ritualen? – „Da“, sagen die Experten, komme es auf Regelmäßigkeit an. Wenn das Kind beispielsweise seine Tasse an seinem festgelegten Platz erwarte, solle die Mutter sie dort auch abstellen.

„Stimmt mit den eigenen Erfahrungen überein“, äußerten spontan Andrea Rüdebusch und Maria Ladwig, zwei der Seminarteilnehmerinnen. Beide sind – wie viele andere Seminarteilnehmer – Mütter junger Kinder und damit genau die Zielgruppe, die Hanna Otter-Sandstedt als Initiatorin der Seminarreihe ansprechen wollte.


„Unsere Seminare haben Präventiv-Charakter“, sagt sie, „um so eher sie umgesetzt werden, umso besser für das Kind“. Sie hofft nun, auch mit dem nächsten Seminar am 3. September das Interesse der Eltern zu treffen.