[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPI - BOOKHOLZBERG/MTN - Sicher, im neuen Kiosk des Berufsförderungswerks Bookholzberg (bfw) kann man (fast) alles kaufen, was es im Kiosk um die Ecke auch gibt. Doch hinter dem kleinen Laden in der Mensa der Einrichtung verbirgt sich mehr als nur ein Geschäft mit Zeitungen, Eis und Schokoriegeln.
Das „Café net(t)“ ist das neueste Projekt der Ausbildung der Einzelhandelskaufleute im bfw. Gleichzeitig ist der Kiosk aber auch Teil des Internetcafés „Senioren am Netz“ gleich nebenan. Neben Umsetzung der kaufmännischen Grundlagen in die Praxis können die bfw-Azubis – allesamt zwischen Anfang 20 und Ende 40 – so gleich auch den Kontakt zu Kunden trainieren. Und das generationenübergreifend, wie Günther Meenken und Claudia Gellermann gleichermaßen betonen. Meenken ist als Vorsitzender des Vereins „Senioren-Netzwerk im Landkreis Oldenburg“ sozusagen Hausherr im Kiosk, sein Verein hat die Räumlichkeit gepachtet und 2000 Euro Startkapital zur Verfügung gestellt. Gellermann ist als Ausbilderin im Kaufleute-Team des bfw quasi Projektleiterin. Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde der Kiosk gestern offiziell in Betrieb genommen, obwohl er bereits seit Februar läuft.
Für Claudia Gellermann ist es das „optimale Projekt“. Theoretisches Wissen aus den Modulen könne unmittelbar in der Praxis vertieft werden. Nach einer intensiven Planungsphase mit Bedarfserhebung und Lieferantenauswahl folgte die Bestellung des Sortiments. „Im geschützten Raum“, so Gellermann, „lernen die Azubis die Realität kennen. Hier können sie Fehler machen. Und die können behoben werden.“ Lediglich in Sachen Gewinn spiegelt das Projekt nicht ganz die Wirklichkeit wider. Eventuelle Überschüsse gehen an die Internet-Senioren. Verkauft wird ausschließlich an Dozenten, Teilnehmer und Besucher des bfw sowie an die surfenden und chattenden Senioren.
Michael Mader, einer der zehn Kiosk-betreibenden Azubis, erhofft sich vor allem eine Verbesserung seines Umgangs mit Kunden. Als gelernter Dachdecker war ihm der bisher fremd. Und dann kommt auch schon der Kaufmann in ihm durch: „Der Umsatz liegt bisher über den Erwartungen.“
Für den Internet-Verein bedeutet der Raum neben frisch gebrühtem Kaffee und der ein oder anderen Leckerei auch noch zusätzlich Platz. Außerhalb der Öffnungszeiten des Kiosks wird auch hier schon mal ein Laptop aufgestellt und sich am Kaffeeautomat bedient.
Senioren betreiben Internetcafé
