[SPITZMARKE]WILDESHAUSEN[/SPITZMARKE] - WILDESHAUSEN/KB - Das Ohr direkt am Puls der Wirtschaft in und um Wildeshausen möchte die Stadtratsfraktion der FDP haben. „Wir wollen uns über die Betriebe informieren, uns um eventuelle Nöte und Sorgen kümmern und sie gegebenenfalls nach Hannover und Berlin transportieren“, sagte Fraktionsvorsitzender Hergen Stolle gestern bei einem Besuch der Wildeshauser Großwäscherei Leibscher im Gewerbegebiet Lüerte, den die Ratspolitiker gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst, dem Landtagsabgeordneten Christian Dürr sowie liberalen Kreistagsmitgliedern und -kandidaten absolvierten.

Frank Leibscher, der Chef des mittelständischen Betriebes, dürfte ein Unternehmer ganz nach dem Geschmack der Liberalen sein. Der heute 27-Jährige, früher unter seinem Vater Udo stellvertretender Leiter der Wäscherei der Diakonischen Werke Himmelsthür, hat 2002, nachdem der Betrieb in der sozialen Einrichtung eingestellt worden war, als ganz junger Mann das Geschäft an der Daimlerstraße auf- und inzwischen ausgebaut. Anfang dieses Jahres wurde eine zusätzliche Halle errichtet, da die Kapazitäten im alten Gebäude nicht mehr ausreichten. Zurzeit beschäftigt Leibscher 28 Mitarbeiter, davon vier Behinderte, und wäscht und reinigt für 52 Großkunden im Umkreis von 100 Kilometern – Krankenhäuser, Alten- und Wohnheime, Gastronomie- sowie Schlachtereibetriebe.

Besondere Wünsche an die Politiker hat Frank Leibscher nicht. „Dass alle Kunden aus dem Landkreis bei uns waschen lassen, dafür kann keine Partei sorgen“, sagt der junge Chef. Er werde sich deshalb auch künftig der großen Konkurrenz, die teilweise günstigere Preise anbieten könne, alleine mit seiner Leistung und der seiner Mitarbeiter erwehren müssen.