SPOHLE - Optimistisch in die Zukunft blicken die 1039 Mitglieder der Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Friesland. Bei der Generalversammlung am Montagabend im „Spohler Krug“ machte die Geschäftsführer Hermann Mammen deutlich, dass der Geschäftsführung im Jahr 2003 bei der Fusion mit der Raiffeisen-Warengenossenschaft Rastede-Wiefelstede sowie der RWG Eggeloge-Grabstede-Westerstede „eine riesige Baustelle“ überlassen worden war mit dem Auftrag, die Genossenschaft auf ein stabiles Fundament zu stellen. Die Fusion betrachtete Mammen jetzt als „erfolgreich umgesetzt“. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Helmers hatte zuvor die Fusion auch in der Nachbetrachtung als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet.
„Ein sehr gutes Ergebnis“ machte Mammen für das Geschäftsjahr 2006 aus. Eine Stabilisierung der Roherträge und eine Verbesserung der Ertragslage seien Indikatoren für einen erfolgreichen Jahresabschluss, der den Mitgliedern in Form der Auszahlung einer Warenrückvergütung zugute komme. Zuvor hatte Geschäftsführer Jürgen zur Brügge über den Warenverkehr bereits eine Steigerung der Umsatzerlöse auf gut 50,744 Millionen Euro bei leicht rückläufigem Warenumschlag im Vergleich zu 2005 vermeldet.
Mammen verwies unter dem Stichwort „Zukunftssicherung“ auf Investitionen wie die Verlagerung der Landtechnik nach Spohle, den Ausbau des Standortes an der Stahlstraße in Wiefelstede, die Erweiterung des Raiffeisenmarktes in der Mühlenstraße sowie die Anschaffung zweier neuer Mineralölfahrzeuge. Zudem verwies er auf die Beteiligung der Genossenschaft an der „Agravis“ Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH. Für die Zukunft seien nicht nur die Anschaffung zweier Großflächenstreuer, sondern auch die Modernisierung der Getreideannahme und -verarbeitung vorgesehen.
Vorstandsvorsitzender Hergen Eilers brach eine Lanze für das Ehrenamt, bevor er Helmut Oeltjendiers (Petersfeld) und Gerd-Bernd Kruse (Grabstede) für ihre langjährige Vorstandsarbeit ehrte. Beide scheiden aus Altersgründen aus. Auch Aufsichtratsmitglied Reinhard Siefken, Rosenberg, und seinem nicht anwesender Kollegen Gerd Bohlje aus Westerloy dankte Eilers für das Engagement. Zuvor hatte Aufsichtsratsvorsitzender Helmers verkündet, sein Amt in jüngere Hände abgeben zu wollen.
