Oldenburg - Mit viel Witz und einfachen Regeln, zeigte Ralf Schmitt am Dienstagabend im Kulturzentrum PFL Oldenburg, wie viel Spaß Spontanität machen kann. Der Experte für Spontanität, Interaktivität und Improvisation eröffnete mit seinem Vortrag die 5. Vortragsreihe der NWZ -Impulse.
Immer wieder musste das Publikum seine Spontanität unter Beweis stellen, und in Gruppen Aufgaben diskutieren. Der innere Zensor, den Menschen durch erlernte Regeln entwickelt haben, blockiere die Spontanität, sagte Schmitt. Er stellte drei Regeln für ein spontaneres Leben vor: Ja sagen, Fehler zulassen und aufhören zu planen.
Aus dem gewohnten Muster auszubrechen und sich auf neue Dinge einzulassen, eröffne viele Möglichkeiten, erklärte Schmitt. Natürlich solle man nicht absichtlich in einer Finanzkalkulation Fehler einbauen. Doch Fehler treten im Alltag auf. Wichtig sei, sie nicht als Störfaktor zu sehen. „Kein Fehler auf der Bühne verletzt Dich, er macht nur dein Ego kleiner und dich menschlicher“, sagte Schmitt.
In seinem selbstkreierten Begriff „Navituition“ verbindet Schmitt die Navigation – das Planen – mit der Intuition. Zwar gebe es Dinge, die geplant werden müssen, doch wenn Pläne nicht funktionieren, solle man nicht daran festhalten, sondern sich auf seine Intuition verlassen.
Seine eigene Spontanität stellte Schmitt gleich unter Beweis. Drei Zuschauer sollten ihm Aufgaben per SMS schicken, die er spontan in seinen Vortrag einbaute. So musste Schmitt entgegen seines Programms für fünf Minuten Trauerstimmung sorgen, dem Publikum fiel die Improvisation gar nicht auf.
Der nächste Vortrag der NWZ -Impulse mit Bestseller-Autorin Sabine Asgodom findet am 21. April ausnahmsweise im Cinemaxx in Oldenburg statt. Er ist allerdings – ebenso wie die beiden dann folgenden Veranstaltungen – bereits ausverkauft.
