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– Als eine „taktische Verzögerung“ bezeichnet Jens Büsselmann, Vorsitzender der TSG Hatten-Sandkrug, den Plan der Gemeindeverwaltung, das Thema Sportflächenkapazitäten erst wieder im Februar 2009 im zuständigen Fachausschuss des Gemeinderates auf die Tagesordnung zu setzen. Dies sei beim jüngsten Gespräch zwischen Verwaltung und Vertretern der Hatter Sportvereine gesagt worden.Zum einen sei über einen dritten Fußballplatz für den Sportverein Schwarz-Weiß Oldenburg gesprochen worden, zum anderen über zusätzliche Sporthallenflächen, die insbesondere die TSG bereits vor über zehn Jahren angemeldet habe. Teilnehmer der Gesprächsrunde waren neben der Verwaltung Hans-Hermann Siemers, Manfred Südhoff und Christian Kühn von SWO, Axel Großpietsch und Jens Büsselmann von der TSG, , Michael Radvan vom TV Munderloh und Hans-Hermann Siemers von der Behinderten-Sportgemeinschaft.
Die Gemeindeverwaltung habe angeregt, dass sich die Sportvereine nochmals über eine finanzielle Beteiligung an einem Anbau an die vorhandenen Großraumsporthalle in Sandkrug unterhalten sollten. Für die BSG habe Siemers eine sofortige Absage erteilt. Südhoff von SWO möchte zunächst im Gesamtvorstand darüber diskutieren, Radvan von TV Munderloh ebenso wie die TSG kurzfristig Gespräche im Gesamtvorstand führen.
Für die TSG, so Büsselmann, stünden die Gesprächsergebnisse bereits jetzt schon fest. Der TV Munderloh dürfte mit seinen finanziellen Mitteln beim eigenen Vereinsheim gebunden sein, obwohl die Bewirtschaftungskosten komplett von der Gemeinde bezahlt würden. Ebenso ergehe es SWO, der laut Südhoff keinen finanziellen Spielraum mehr habe, da in Oldenburg (Hauptsitz des Vereins) mit Millionenaufwand ein Sportforum gebaut und finanziert werden müsse. Die Bewirtschaftungskosten der Sportanlage „An der Bahn“ würden komplett von der Gemeinde getragen.
Die TSG habe im Februar 2008 der Verwaltung verschiedene Finanzierungsmodelle präsentiert. Sein TSG-Forum, so Büsselmann, unterhalte und finanziere der Verein komplett eigenständig. Deshalb sei es außerordentlich wichtig, die unterschiedlichen Bewirtschaftungsmodelle aufrecht zu erhalten, zumal die kleineren Vereine unterstützt werden müssten. Aber im Verhältnis sollte annähernd eine Gleichbehandlung gewährleistet sein.
Verärgert zeigte sich Büsselmann, dass das Thema auf die lange Bank geschoben werde, zumal es seit vielen Jahren präsent sei und bisher keine aussagekräftige Entscheidung herbeigeführt wurde.
