Hude - Einstimmig hat der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit während seiner jüngsten Sitzung am Montagabend den Beschlussvorschlag auf den Weg gebracht, einen Kunstrasenplatz mit Leichtathletikanlage in Hude zu bezuschussen. Damit wird dem Wunsch der Sportvereine aus der Gemeinde entsprochen.
Der FC Hude, der TuS Vielstedt, die Sportfreunde Wüsting-Altmoorhausen sowie der TV Hude wollen das Vorhaben in zwei Teilprojekten umsetzen und erhebliche Eigenleistungen einbringen.
Das Projekt kann allerdings nur umgesetzt werden, wenn die im Finanzierungsplan vorgesehenen Zuschüsse des Landessportbundes und des Landkreises Oldenburg auch fließen.
Zwei Teilprojekte
Die Gesamtkosten des Kunstrasenplatzes mit Flutlichtanlage liegen bei geschätzten 682 000 Euro. 50 000 Euro Zuschuss des Landessportbundes und 100 000 Euro Zuschuss vom Landkreis werden erwartet. Der Eigenanteil der Vereine ist mit 136 400 Euro veranschlagt. Die Gemeinde müsste 395 000 Euro beisteuern. Der Kunstrasenplatz soll im Haushaltsjahr 2016 in Angriff genommen werden.
2017 würde dann die etwa 478 000 Euro teure Leichtathletikanlage folgen. 50 000 Euro Zuschuss vom Landessportbund sind veranschlagt sowie jeweils 95 600 Euro als Zuschuss des Landkreises Oldenburg und Eigenanteil der Vereine. Die Gemeinde ist an diesem Teilprojekt mit 236 000 Euro beteiligt.
Insgesamt 630 000 Euro in zwei Haushaltsjahren als Zuschuss aus der Gemeindekasse seien keine Kleinigkeit, so Bürgermeister Holger Lebedinzew. Gleichwohl halte die Verwaltung diese Variante für sinnvoll und attraktiv.
Dass an der in die Jahre gekommenen Sportanlage am Huder Bach etwas getan werden muss, steht außer Zweifel. Das Sportzentrum wird seit den siebziger Jahren durch die Sportvereine und die Schule genutzt und ist laut Verwaltung so stark sanierungsbedürftig, dass im Verlauf der nächsten Jahre auf jeden Fall etwas passieren muss, um die Anlage weiterhin für den Vereins- und Schulsport nutzen zu können. Ansonsten drohe in absehbarer Zeit die Sperrung des Platzes.
Die Gemeinde hätte auch nur in die Instandhaltung der Sportanlage investieren können. Fast 230 000 Euro wären dafür erforderlich. Die jährlichen Unterhaltungskosten lägen weiterhin bei mehr als 40 000 Euro. Die Haltbarkeit der Anlage wäre begrenzt, was weitere Folgekosten zur Folge hätte. Bei der Variante Kunstrasenplatz und Kunststoff-Laufbahnen hingegen sind es nur noch etwa 17 000 Euro jährliche Unterhaltungskosten bei längerer Haltbarkeit.
Gemeinde will bürgen
Wie Bürgermeister Lebedinzew auf Nachfrage berichtete, sollen mit den Vereinen, die gemeinsam das Projekt umsetzen, Nutzungsverträge über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen werden. Die Gemeinde werde entsprechende Bürgschaften für die Eigenanteile der Vereine übernehmen, die über Kredite finanziert werden müssten. Das sei zwingend erforderlich.
Nach der einstimmigen Empfehlung des Fachausschusses hat der Huder Gemeinderat während seiner Dezembersitzung das letzte Wort. Er muss das Geld für Bauabschnitt eins im Haushalt 2016 bereitstellen.
