Nordenham - Das Wasser hat 25 Grad. Das ist nicht gerade kalt. Aber bei über 30 Grad im Schatten reicht diese Temperatur völlig aus, um sich eine Abkühlung zu gönnen. Was im Störtebeker-Bad in Atens bei dem schönen Sommerwetter auch Hunderte von Badegästen – ob jung oder alt – am Tag machen.

Nach einem schwierigen Saisonbeginn läuft der Betrieb im Außenbecken inzwischen wieder auf vollen Touren. Im Mai und Juni musste die Eröffnung des Freibades aufgrund von defekten Flutventilen und einer gerissenen Leitung mehrfach verschoben werden. Ursprunglich war der Saisonstart für den 15. Mai geplant gewesen. Unerwartete Reparaturarbeiten verhinderten das (die NWZ  berichtete). Doch die Schäden wurden behoben. Seit 13. Juni ist das Außenbecken wieder geöffnet.

Vor allem die Kinder freuen sich darüber. Celina Janßen, Elonore Fur (beide 11), Kristina Obermann (13), Danil Fur (10) und Levin Gross (7) brauchten am Montagnachmittag nicht viel, um Spaß zu haben. Schnorchel, Taucherbrille und Flossen gehörten zu ihrer Grundausstattung.

Was machen die Schüler den ganzen Nachmittag im Freibad? „Rumalbern“, lautet die kurze Antwort von Celina. „Um 17.20 Uhr müssen wir wieder raus“, ruft Elonore dazwischen. Die drei Mädchen und zwei Jungs haben jeder eine 2,5-Stunden-Karte fürs Störtebeker gelöst.

Aus dem Außenbecken ist inzwischen ein Tummelbecken für Kinder und Erwachsene geworden. Drei Schwimmmeister sorgen für Sicherheit. Wenn es brummt im Bad, wird auf vier aufgestockt. An der Kasse und im Kiosk sind zwei Mitarbeiterinnen im Einsatz. Bei Bedarf hilft auch die Reinigungskraft spontan mit aus und verkauft Gummibärchen.


Das Lehrschwimmbecken am Weserstrand ist ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle an heißen Sommertagen. Vor allem jüngere Kinder gehen hier gerne planschen. Das Becken hat eine neue Rutsche und einen neuen Anstrich bekommen. Gerold Rathekamp sorgt hier für einen reibungslosen technischen Ablauf. Die DLRG kümmert sich um die Badeaufsicht.

Eine dritte – wenn auch nicht offizielle – Freibademöglichkeit in Nordenham bietet der Seenpark in Blexersande. Dort ist das Schwimmen auf eigene Gefahr möglich, betont Jens Leiminer vom Fachdienst für Bildung und Freizeit bei der Stadt Nordenham. Die Verwaltung lässt das Wasser im Seenpark regelmäßig untersuchen. „Es ist einwandfrei“, sagt er.

Für die Weser gilt nach wie vor das Badeverbot, weil die Wasserkante stark verschlickt ist. „Aber die Füße können schon ’mal rein gehalten werden“, sagt Verwaltungsmitarbeiter Jens Leiminer.