STAATSFORSTEN - In die Diskussion um die Sanierung der Start- und Landebahn beim Flugplatz Varrelbusch hat sich jetzt der Luftsportverein Cloppenburg selbst zu Wort gemeldet. Mehrmals sei der Begriff „Ausbau“ gefallen – davon könne aber keine Rede sein, da die Bahn von derzeit 930x32 Meter auf 850x23 Meter reduziert werden soll, so der LSV-Projektleiter „Landebahn“, Theo Budde, in einer Presseerklärung.

Sanierung dringend nötig

Die Sanierung und Befestigung der Piste habe keinen nennenswerten Einfluss auf den Umfang des dort stattfindenden Flugverkehrs, sondern diene der Sicherheit und dem Fortschritt der Technik. Aufgrund der relativ kurzen Landebahn sei der Flugplatz auch weiterhin für gewerbliche Fliegerei nicht nutzbar. Budde: „Somit wird der Flugverkehr relativ konstant bleiben und die Lebensqualität der Anwohner nicht beeinträchtigt.“ Trotz der Befestigung der Bahn erwartet der LSV keinen übermäßigen Ansturm von geschäftlicher Fliegerei in Varrelbusch.

55 Betriebe wollen Nutzung

Einer repräsentativen Umfrage zufolge wollten 55 Betriebe im Landkreis den Flugplatz gelegentlich nutzen. Sowohl der Flugverkehr in der Woche als auch der an den Wochenenden würde konstant bleiben, so Budde. „Die Befestigung bewirkt, dass die Flugzeuge beim Abflug weniger Leistung aufbringen müssen, um aus dem Gras heraus zu starten. Deshalb darf mit einer Verringerung der Startstrecke und des Fluglärms gerechnet werden.“


Die bisherige unbefestigte Graslandebahn sei im Laufe der Jahre immer wieder ausgebessert worden. Trotz dieser intensiven Pflege – so Budde weiter – verschlechtere sich der Zustand der Bahn immer wieder nach länger anhaltenden Regen- und Trockenperioden derart, dass viele Flugzeuge in Varrelbusch nicht mehr landen könnten.

Mit der Befestigung der Landebahn verbessere sich automatisch die verkehrstechnische Infrastruktur des Landkreises – für derartige Infrastrukturverbesserungen könnten so genannte GA-Mittel vom Land beantragt werden. Budde: „Diese Anträge sind vom Land ausdrücklich gewünscht, und der Flugplatz Varrelbusch wird vom Land als ausdrücklich förderungswürdig beurteilt.“ Durch die Befestigung der Landebahn werde der Flugplatz sicherer, moderner und attraktiver für private und kleine Geschäftsflugzeuge. Letztlich komme dies den Firmen und touristischen Einrichtungen der Region zugute, die künftig ihren Kunden und Geschäftspartnern eine nahe gelegene Landemöglichkeit bieten könnten. Für die Städte und Gemeinden des Landkreises entstünden keine laufenden Kosten, da der Flugverein weiterhin die Pflege und Instandhaltung des gesamten Flugplatzes übernehme.

Gute Beziehungen wichtig

„Dem Luftsportverein waren gute nachbarschaftliche Beziehungen schon immer sehr wichtig“, so Budde. Es werde deshalb keine Aktivitäten geben, die die Nachbarn verärgern könnten. „Ganz im Gegenteil wünschen wir uns, dass auch unsere Nachbarn unsere fliegerischen Aktivitäten touristisch und geschäftlich nutzen. Es ist uns sehr daran gelegen, gemeinsam zu einem für beide Seiten erfreulichen Konsens zu kommen.“