Oldenburg - Die Politik hat am Montagabend die Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsprüfung für den Neubau eines Fußballstadions an der Maastrichter Straße einhellig auf den Weg gebracht. Dafür werden noch im laufenden Haushalt 120 000 Euro bereitgestellt.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hatte zuvor im Finanzausschuss gesagt, dass man in dieser Frage keine Politik „nach Tabellenstand“ machen dürfe. Er gehe davon aus, dass in Oldenburg noch in 30 Jahren Spitzenfußball gespielt werde und dass das Marschwegstadion nicht mit einem vertretbaren Aufwand saniert werden könne. Beides zusammen rechtfertige die vertiefte Prüfung, ob der Bau eines neuen Stadions machbar sei und was das letztendlich kosten würde. Das sei der nächste logische Schritt nach der Standortprüfung.

Hinzu komme, dass das Marschwegstadion „im jetzigem Zustand nicht einmal Viertliga-Ansprüchen genügt.“ Zur Begründung sagte er, dass das Stadion kein Flutlicht habe, der Untergrund schlecht sei, was sich auf die Bespielbarkeit auswirke und die Zuschauer bei Wind und Wetter keine Bequemlichkeit vorfinden würden.

Der Fraktionssprecher der Grünen, Sebastian Beer, machte deutlich, dass sich seine Fraktion insbesondere die Klärung der Kostenfrage verspreche. Da in der Region kaum Großsponsoren zu erwarten seien, werde die Stadt Oldenburg mit erheblichen finanziellen Mitteln für Bau und Betrieb eintreten müssen, sagte er. Die Gelder würden allerdings auch für Schuldenabbau, Straßenausbau- und Sanierung, Kita-Plätze, Schulen und sozialen Wohnungsbau gebraucht.

Da ein Stadionneubau dazu in Konkurrenz stehe, so Beer, halten die Grünen es für angemessen, dass die Oldenburgerinnen und Oldenburger in einem vom Rat initiierten Bürgerentscheid die Entscheidung fällen. Dafür werde sich seine Fraktion stark machen.