Wildeshausen - „Damit können beide Seiten gut leben“, meinte Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Gemeinsam mit den führenden Köpfen des Bürgerforums „Willi wühlt“ – Franz Bahlmann, Torsten Koschnitzke und Michael Witten – unterzeichnete der Verwaltungschef am Freitag eine Vereinbarung über das Abstellen des tonnenschweren Betonbergs mit der Maulwurf-Figur auf öffentlichen Flächen.
Danach verpflichtet sich „Willi wühlt“, für künftige Aktionen im öffentlichen Raum eine Sondernutzungserlaubnis zu beantragen. Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt, über die Anträge auf Grundlage der gültigen Gebührensatzung „innerhalb von drei Werktagen zu entscheiden. Sollte „Willi wühlt“ aus gegebenem Anlass eine kurzfristigere Aktion planen, wird sich die Stadt bemühen, innerhalb eines Werktags zu entscheiden.“ Die Stadt sicherte eine „wohlwollende Prüfung" der Anträge zu. Damit legen beide Seiten ihren Rechtsstreit offiziell bei. Die „Willi“-Figur wurde bereits am 21. August von der Stadt freigegeben.
Witten sagte, die Initiative freue sich über den Kompromiss, sei aber verwundert, dass der Bürgermeister so lange der Gruppe „Steine in den Weg“ gelegt habe. Koschnitzke meinte, ohne den Widerstand aus dem Stadthaus hätte „Willi“ nie eine solche Aufmerksamkeit erfahren.
Ihm liege viel daran, dass sich die Bürger einbringen, sagte Shahidi. Auch wenn andere Initiativen einen Antrag auf eine Sondernutzungserlaubnis stellen, werde die Stadt im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten rasch entscheiden. Die Frage nach den Kosten, die der Stadt durch den Rechtsstreit entstanden sind, konnte der Bürgermeister nicht beantworten. Offen blieb Freitag auch, ob „Willi wühlt“ für die Sondernutzung eine Gebühr von 15 Euro täglich zahlen muss.
