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Stadtentwicklung Soeste-Carré: „Tief enttäuscht“

CLOPPENBURG - Tief enttäuscht von den aktuellen Entwicklungen um das Soeste-Carré zeigte sich am Freitag Hans-Jürgen Grimme. Der Kaufmann und Anlieger der Mühlenstraße hatte gemeinsam mit Architekt Heinz-Peter Wernicke einen Plan entworfen, der ein rund 3600 Quadratmeter großes Einkaufszentrum unter dem Titel „Altstadt-Center“ in der Mühlenstraße vorsah. Mehr als ein Jahr Arbeit, Herzblut und Geld sei vergeblich in das Projekt geflossen, sollte die Kreisbehörde dem Soeste-Carré tatsächlich eine Ausnahmegenehmigung erteilen, so Grimme gegenüber der

NWZ

 .

Die Kreisverwaltung hat ihren Widerstand gegen den Bau des Einkaufszentrums an der Soestenstraße aufgegeben. Es sei davon auszugehen, dass in Kürze eine Ausnahmegenehmigung erteilt werde, bestätigte die Kreisverwaltung. Diese ist notwendig, weil das Soeste-Carré in Überschwemmungsgebieten entstehen soll. Dort herrscht in der Regel ein Bauverbot.

Geprüft worden waren auch Standorte an der Mühlenstraße und der Bahnhofstraße. Die Stadt habe dargelegt, dass es im Stadtgebiet keine Alternativstandorte für ein entsprechendes Vorhaben gebe, so Kreis-Pressesprecher Ansgar Meyer. Dem widerspricht Grimme deutlich: In der Mühlenstraße stehe jetzt eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern zur Verfügung. Man habe den Landkreis schriftlich über das Projekt informiert und Argumente dafür aufgezeigt – augenscheinlich vergeblich. Nun wartet Grimme auf die Antwort der Kreisverwaltung.

Im „Soeste-Carré“ will Investor genos (Vechta) auf einer Verkaufsfläche von mehr als 5200 Quadratmetern einen Supermarkt und kleinere Konzessionäre unterbringen. Gegenüber der Soesten­straße soll zwischen Bürgermeister-Heukamp-Straße und Soeste ein Elektro- und Hifi-Markt entstehen.

Die Stadt hatte ein städtebauliches Fachgutachten und ein Rechtsgutachten nachgereicht. Für die Ausnahmegenehmigung fehlen jetzt noch letzte Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange. Mit einem Scheitern des Projektes wird allerdings nicht mehr gerechnet.

Für das Projekt „Altstadt-Center“ würde das allerdings das Aus bedeuten, denn: „Die Investoren würden sich zurückziehen“, sagte Grimme am Freitag gegenüber der

NWZ

 . Das „Soeste-Carré“ würde Verkehrsprobleme mit sich bringen, gibt Grimme zu bedenken. Auch der Leiter des städtischen Planungsamts, Hermann Asbree, hatte bereits davor gewarnt und sich kritisch zum Standort geäußert. Grimme befürchtet, dass der Lebensmittel-Riese „Kaufland“ die Käuferschaft konzentrieren würde – zum Nachteil der Innenstadt, wie das Beispiel Delmenhorst belege.

Die genos GmbH will rund 14 Millionen Euro investieren und 150 neue Arbeitsplätze schaffen.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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