Elsfleth - Die Versorgung mit Breitbandinternetzugängen soll auch in Elsfleth verbessert werden. Um „weiße Flecken“ auf der Landkarte zu identifizieren, war die Bevölkerung dazu aufgerufen worden, sich an einer Umfrage zu beteiligen (die NWZ  berichtete).

Den Ausbau – bezogen auf die eingeschickten Gebiete – wird der Landkreis übernehmen. Er kann dafür Fördermittel beantragen. Doch auch mit Fördermitteln wird es Deckungslücken geben, teilte Bürgermeisterin Traute von der Kammer dem Elsflether Stadtrat mit.

Diese Kosten sollen sich Kreis, Städte und Gemeinden teilen – nach Wunsch des Landkreises je zur Hälfte. Ratsherr Horst Kortlang (FDP) forderte, dass darauf geachtet werden müsse, dass die schnelle Leistung auch bis zum letzten Haus ankomme.

Dies sei so noch nicht beschlossen worden, stellte von der Kammer klar. Die Mittel in den Fördertöpfen seien begrenzt, deshalb müssten bei Anträgen schon gewisse Kriterien angesetzt werden – auf Bereiche, die wirtschaftlich vertretbar erschlossen werden können, sagte Bürgermeisterin von der Kammer. Die Stadt Elsfleth sei im Bereich des schnellen Internets nicht so schlecht aufgestellt wie andere Kommunen. Dennoch würden auch in Elsfleth Bereiche verbleiben, bei denen die hohe Geschwindigkeit nicht ankommen werde, gab von der Kammer zu bedenken. Für diese Bereiche müsse man sich andere Lösungen einfallen lassen, sagte sie. Aber ein Großteil könne durch das Breitbandausbau-Verfahren abgedeckt werden.

Ratsherr Wolfgang Nieß (SPD) warf ein, dass das Verfahren um etliche Millionen teurer werden würde, wenn der Ausbau bis zum letzen Haus in der Wesermarsch vorgenommen werden würde. Es sei nicht erforderlich, dass Glasfaserkabel bis zu jedem Haus verlegt würden, auch bei Häusern, die etwas von den Verteilerkästen entfernt liegen, kämen immer noch hohe Geschwindigkeiten an. Horst Kortlang sah dies vor allem für sehr ländliche Bereiche nicht gewährleistet.


In der abschließenden Abstimmung einigten sich die Ratsmitglieder darauf, den Landkreis aufzufordern, einen möglichst großen Teil der Kosten, wenn möglich bis zu 100 Prozent, zu übernehmen, da die Stadt den Breitbandausbau als Kreisaufgabe sehe.

Für den Fall, dass der Landkreis dies ablehne, stimmte der Rat dafür, 50 Prozent der Kosten, maximal aber 80 000 Euro, zu übernehmen. Der Landkreis ist bereit, in Vorkasse zu gehen, doch das Geld müsse in den Haushalten eingeplant werden, sagte von der Kammer.